Schwei - Viele leuchtende Weihnachtsbäumchen an der Lindenstraße wiesen am Sonnabend den Weg zum Kirchvorplatz in Schwei. Dort spielte sich der schon zur Tradition gewordene Weihnachtsmarkt ab und lockte die Besucher in Scharen an.
Der Mangel an Parkplätzen war sofort ersichtlich. Die Autos standen in weitem Umkreis um das Festgelände an den Straßen und Wegen. Dabei hatten die Schweier Vereine wirklich Glück mit dem Wetter gehabt. Nachdem es beim Aufbauen der Buden am Freitag noch gewaltig gestürmt hatte, zeigte sich der Sonnabend von seiner besten Seite mit viel Sonne. Entsprechend herrschte ein großer Besucherandrang. Die Gäste schlenderten von Stand zu Stand und auch in die St.-Secundus-Kirche, die ebenfalls ihre Türen geöffnet hatte.
Bis tief in die Nacht wurde bei einer Freiluft-Disco auf dem neu gepflasterten Kirchvorplatz kräftig gefeiert und er auf diese Weise von den Schweiern eingeweiht. Hier tanzten zu fortgeschrittener Stunde auch die Gruppen Crazy Girls und Fantasy vom TuS Schwei sowie als Überraschung ein Showtanzpaar von Ebbys Tanztruppen. Die Akteure sorgten für eine prächtige Stimmung unter den Zuschauern.
Einige Veränderungen
Mit einigen Veränderungen versuchten der federführende Bürgerverein Schwei und die beteiligten Organisationen, den Markt noch attraktiver zu gestalten. So wurde das Kinderkarussell aus der Mitte des Platzes verbannt. Dafür thronte ein fünf Meter großer beleuchteter Tannenbaum im Zentrum der Budenstadt. Zudem wurden beleuchtete Tische aufgestellt, die bei jedem Fußtritt die Farbe wechselten. Dem Andrang beim Karussell tat der neue Standort neben dem Gemeindehaus keinen Abbruch.
Mit Bratwurst, Pizza, Pommes, Nackensteaks, frischen Waffeln und Hamburgern sowie Glühwein und anderen Getränken in allen Variationen versorgten die Vereine an ihren Ständen die vielen Besucher.
Im Gemeindehaus war schon frühzeitig der Kuchen verkauft, und auch die anderen Stände konnten sich über mangelnden Umsatz nicht beklagen. Der Erlös des Weihnachtsmarktes ist zu gleichen Teilen für ein neues Projekt des Kirchbauvereines und für den Musikzug Concordia Schwei bestimmt.
Neues Projekt
Auf das neue Vorhaben in der St.-Secundus-Kirche wies der Kirchbauverein an seinem Stand in der Kirche hin. Inge von Malottki und Renate Hoppe boten dort Lebkuchen, Weihnachtskarten, Schwarzbrot und kleine Holztüren zum Verkauf an. Wie der Vorsitzende des Kirchbauvereins, Dr. Cord Diekmann, mitteilte, wird zurzeit für das Nordportal gesammelt. Vor etlichen Jahrzehnten war es zugemauert worden. Nur noch die Steine auf der Außenmauer verrieten die ehemalige Existenz des nördlichen Eingangs. Zurzeit hängt an der Stelle des Ausganges an der Wand ein Pastorenbildnis.
„Nicht aus historischer Sicht, aber vielmehr unter feuertechnischen Aspekten sollte das Nordportal als Notausgang vorhanden sein“, schilderte Cord Diekmann die Beweggründe für das neue Bauprojekt. Dies sei wichtig, wenn sich viele Besucher in Kirche und vor allem auf der Empore aufhalten.
