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NWZonline.de Nachrichten Kultur

KONZERT: Große Gefühle und kleine Gesten begeistern

05.02.2009

OLDENBURG Als sich um 21 Uhr Schlagzeuger Michael Urbano seiner Kopfbedeckung entledigte, nahm die große Sause ihren Lauf: Das Ablegen seines Huts wirkte im Kleinen Haus des Oldenburgischen Staatstheaters wie ein Fanal. Und nachdem wenige Minuten später Vonda Shepard (45) explizit erklärt hatte, dass die folgenden Songs eigentlich zum Tanzen gedacht seien, gab es auf den Sitzplätzen kein Halten mehr.

Der restlos ausverkaufte Saal kochte, feierte, tanzte, und mittendrin stellte die vierköpfige Band der amerikanischen Sängerin ein weiteres Mal ihre Erstklassigkeit unter Beweis. Kein Wunder: Bassist Jim Hanson spielte schon bei Johnny Cash, Gitarrist James Ralston war 22 Jahre lang musikalischer Begleiter von Tina Turner, Schlagzeuger Urbano festes Mitglied in Bands von John Hiatt oder Sheryl Crow. Dass dennoch alles auf die hübsche Sängerin mit der blonden Löwenmähne starrte, lag an ihrer beinahe hypnotischen Ausstrahlung.

Vonda Shepard nennt ihre Musik „modern day soul“, was übersetzt soviel heißt wie: Die Grundlagen sind traditionell, die Ausdrucksweise dagegen auf heutige Hörgewohnheiten zugeschnitten. Dazu singt sie von großen Gefühlen und kleinen Gesten, von Hoffnung, Spiritualität und naturgegebenem Optimismus. Vonda Shepard ist nicht nur eine faszinierende Sängerin und Pianistin, sondern ebenso eine überaus erfolgreiche Komponistin. Ihre Soundtracks für die amerikanische Fernsehserie „Ally McBeal“, in der sie auch eine Gastrolle besetzte, haben sich zwölf Millionen Mal verkauft, ihre Radiohits „Don’t Cry Ilene“ oder „Can’t We Try“ die Fans in aller Welt verzückt – diese Frau muss niemandem mehr etwas beweisen.

Deshalb konnte sie es wagen, den Abend mit Stücken ihrer CD „From The Sun“ zu starten und das Risiko einzugehen, dass einigen diese Nummern noch nicht bekannt sind. Für die Dramaturgie des Abends ein cleverer Schachzug, denn zu Beginn des Konzerts hatten die Fans noch die Muße, auch ruhigeren Liedern zuzuhören. Als erst einmal die Klassiker und Tanznummern erklangen, als beispielsweise eine feurige Version der „Ally McBeal“-Titelmelodie „Searchin’ My Soul“ für Gänsehaut sorgte, wären diese Stücke möglicherweise untergegangen.

Am Ende verneigte sich Vonda Shepard vor einer Protagonistin ihrer bevorzugten Musik: Zum Finale gab es „Chain Of Fools“ von Aretha Franklin.

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