Großenkneten/Huntlosen - Es war schon fast die Qual der Wahl, die Musikfreunde am Freitagabend in der Gemeinde Großenkneten zu treffen hatten. Auf der einen Seite hatte der Musik- und Kunstverein (MuK) Großenkneten ins Dorfgemeinschaftshaus in Großenkneten eingeladen, auf der anderen Seite der Verein Kunst und Kultur (KuK) zu Huntlosen zum Konzert ins Seminarhaus in Hosüne. Schade, dass die Terminabsprache nicht besser geklappt hat. Denn beide Konzerte rissen ihre Zuhörerinnen und Zuhörer immer wieder zu Beifallsstürmen hin.
Im Dorfgemeinschaftshaus Großenkneten rockten Arndt Baeck und Jörn Meyer als Duo „die2wei“ den Abend und sorgten für ein Stimmungshoch. Arndt Baeck, als bekannter Musiker aus der Gemeinde Hude, und Jörn Meyer als barfüßiger Stimmungsmacher und Virtuose auf den Gitarrensaiten, ließen keine Zweifel aufkommen. Beide verstehen ihr Handwerk. Eine Mischung, die ankam und für Beifallsbekundungen sorgte. Für Irene Krüger, Vorsitzende von MuK, war es eine gute Wahl, denn auch freie Plätze gab es kaum noch.
Nur einige Kilometer weiter, in Huntlosen-Hosüne, füllten Klaus der Geiger und Marius Peters als Duo Piadolla das Seminarhaus. Hier schaffte es das Duo ebenfalls sofort, sich in die Gunst der Konzertbesucher zu spielen. Klaus von Wrochen, Jahrgang 1940, merkte kaum jemand seine 78 Lenze an. Der damalige Student der Musikhochschule Köln, Aushilfsgeiger, Komponist in den USA, geprägt durch Vietnam-Krieg und Hippie-Kultur, machte ab 1970 als Kommunarde und Straßenmusiker von sich reden. Als „Asphalt-Paganini“ wurde er bundesweit bekannt. Eine Zeit, die sein Repertoire und Können bis zur Vollendung trieb.
Zusammen mit Marius Peters, der die Gitarrensaiten ebenso enthusiastisch wie Klaus die Geigensaiten bespielte, gab er ein mitreißendes Konzert. Von Jigs aus dem Folk bis hin zu neu interpretierten Stücken aus der aktuellen Musikszene.
