GROßENKNETEN - GROßENKNETEN/FJ - Als Wilfried Kreye 1954 der erste Kinderkönig des Schützenvereins Großenkneten wurde, hatte er sicherlich nicht damit gerechnet, dass er 52 Jahre später einen Enkel haben wird, der in seine Fußstapfen tritt. Mit dem hervorragenden Ergebnis von 51,9 Ringen gelang ebendiesem Enkel, Rene Kreye vom Sandberg, am Sonnabend der Triumph. 27 Teilnehmer ließ er hinter sich, am Ende bekam er bei der Proklamation im Festzelt die Königskette überreicht. Der Neunjährige hatte wie alle anderen Titelanwärter auch mit dem Lichtpunktgewehr geschossen. Mit 51,4 Ringen wurde Linn Socka 1. Adjutantin, Joachim Schwengsbier mit 50,6 Ringen 2. Adjutant.
Jugendleiter Willi Kertz lobte die Schießergebnisse in den höchsten Tönen. Zehn Schützen hatten mehr als 40 Ringe vorzuweisen, die drei erfolgreichsten trafen gar mehr als 50 Ringe. Trainingsstandard seien zwischen 45 und 47 Ringen – ebenfalls ein hoher Wert. „Das Schießen war knallhart, aber fair“, freute sich Kertz, der sich vor dem Wettbewerb entschieden hatte, die Lichtpunktanlage auf die Zehntelwertung umzustellen. Eine weise Entscheidung wie er später feststellte: „Sonst würden wir nächste Woche noch stechen.“ Zuvor war das alte Kinderkönigshaus würdig verabschiedet worden.
Während die Kinder in der Schützenhalle um die Königsnachfolge schossen, waren auf der Bühne im Festzelt andere Talente gefragt. Ralf Kempermann moderierte die erste Talentshow (Nachfolgerin der früher veranstalteten Mini-Playback-Show), bei der sieben Gruppen mit 30 Teilnehmern mitmachten.
Sieger wurden Dina Ruthro (10 Jahre, aus Haschenbrok) und Lena Rowolt (10 Jahre, Haast), die den Titel „Ich bin ich“ von Rosenstolz vortrugen. Sie erhielten Pokale und ein Preisgeld von 100 Euro. „Das ist richtig toll“, jubelten die Mädchen, die erstmals an einem Talentwettbewerb teilnahmen. Den zweiten Platz belegte eine Turngruppe mit Tatjana Brumund, Henrike Jaedicke, Cinda Mahlstedt, Viola Heidkamp, Maren Jebing, Andra Oltmann, Ayleen Bakenhus, Leah Muhle, Pauline Pohl und Rena Meyburg. Platz drei ging an Katharina Maria Bauer, Anneke Köhne, Sarah Döring und Sophie Unijewski, die das Lied „Chipz in Black“ von Chipz darboten.
