GROßENKNETEN - Bürgermeister Volker Bernasko zeigte sich am Dienstagnachmittag „baff erstaunt“: Er habe sich den Seniorenkreis „beträchtlich kleiner vorgestellt“, sagte das Gemeindeoberhaupt beim Blick in den vollen Saal des Gasthauses Kempermann. Rund 160 Gäste waren gekommen, um auf 40 Jahre Seniorenarbeit der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Großenkneten zurückzublicken.

Vier Jahrzehnte erfolgreiche Arbeit, die eng mit den Namen Heinz und Heidrun Heinsen verbunden sind. Heinz Heinsen (74) hob die „Altenarbeit“ nämlich mit dem damaligen Pastor Folkers im Jahr 1972 aus der Taufe. Und seitdem kümmert er sich mit seiner Frau Heidrun (68) um die regelmäßigen Treffen und die jährlichen Kaffeefahrten und Weihnachtsfeiern, die von den älteren Gemeindemitgliedern immer wieder gerne angenommen werden.

Blick zurück: Heinz Heinsen war damals in der kirchlichen Jugendarbeit schon stark engagiert. Aber auch den älteren Gemeindemitgliedern, die sich bislang etwas vernachlässigt fühlten, sollte etwas geboten werden. Mit Heinsen, der von Huntlosen nach Großenkneten zog, wurde das „Mitarbeiterproblem“ in der Altenarbeit endlich gelöst, wie Pastor Folkers damals feststellte. Und in der Kirchenchronik vermerkte der Pastor später einmal: Heinz Heinsen verstehe es, „in ausgezeichneter Weise mit den Alten fertig zu werden“.

Aus dem Altenkreis, der sich am Donnerstag, 24. Februar 1972, das erste Mal mit 78 Personen im Dorfgemeinschaftshaus traf und danach jeden zweiten Monat, wurde später der Seniorenkreis, der einmal im Monat im Karkenhus zusammenkommt. Immer mit Programm. Es gibt zum Beispiel Vorträge, es wird gemeinsam gesungen oder Bingo gespielt. Im zweiten Teil gibt es immer eine Andacht.

„Wenn die Kirche diese Arbeit leistet, muss etwas deutlich werden von dem Auftrag, den sie hat“, stellte Heinsen bei der Jubiläumsfeier fest. „Ein Kreis, der sich immer unter Gottes Wort versammelt“, nannte es Pastorin Christiane Geerken-Thomas. Die Gemeindekirchenratsvorsitzende dankte dem Ehepaar Heinsen für das große Engagement und auch den vielen helfenden Händen in all den Jahren, die bei den Kaffeenachmittagen mit anpackten.

Die Kirchengemeinde übergab dem Seniorenkreis einen stabilen Servierwagen, damit das Aufdecken und Abräumen bei den Kaffeenachmittagen künftig erleichtert wird. „Die Schlepperei hat ein Ende“, freute sich Heinz Heinsen über das Geschenk.

Geschenke gab es auch für fast jeden zweiten Besucher der Geburtstagsfeier. 80 Preise im Gesamtwert von 2000 Euro, gestiftet von geschäftlichen und privaten Sponsoren aus dem Bereich der Kirchengemeinde, wurden verlost. Für Unterhaltung sorgten „De Spaaßmaker“ mit kleinen Sketchen auf Plattdeutsch. Musikalische Grüße über­mittelte der Frauenchor Großenkneten, bevor auch dieser besondere Tag mit einer Andacht endete.

Zu den Gratulanten gehörte unter anderem auch Rita Kusch, Seniorenbeauftragte der Oldenburgischen Kirche.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude