Großenkneten - In den „Oktoberfesthallen Kempermann“ in Großenkneten gab es am Samstagabend kaum noch ein Durchkommen. Zur vierten echt bayerischen Gaudi hatten die gestandenen Mannsbilder des Fendt-Clubs Großenkneten, allesamt Fans der kraftprotzenden Fendt-Traktoren aus dem Allgäu, zur Dirndl- und Lederhosen-Fete eingeladen. Die Veranstalter mussten nicht zweimal bitten: Der Laden war voll und die Maßkrüge machten ihre Runden.
Maßkrug stemmen
Doch was wäre ein Oktoberfest ohne die Kerle in den Krachledernen, die fast „unendlich“ lange den Maßkrug mit ausgestrecktem Arm in der Luft halten können. Immerhin zehn Probanden fand der Vorsitzende des Fendt-Clubs, Hauke Ahrens. Die ließ er vor der Disco-Anlage von DJ Daniel aufmarschieren. Dann kam der Startschuss. Schon nach kurzer Zeit konnte man den meisten die Anstrengung ansehen. Der eine starrte zum Himmel und murmelte augenscheinlich etwas, bei anderen wurden die Verrenkungen sichtlich deutlicher. Der freie Arm klemmte am Oberkörper. Nur der von Statur Kleinste in der Runde zeigte kaum Regungen und blieb dann auch nach dem minutenlangen Maßkrugstemmen sichtlich gelassen.
Die Entscheidung in der Frage des Stemmmeister 2019 fiel Ahrens und den anderen Männern des Fanclubs deshalb nicht schwer. Christoph Schulz war eigens aus Damme angereist und hatte nach seinem phänomenalen Sieg die Qual der Wahl. Innerhalb einer Stunde durfte er die schönste Miss Dirndl auswählen. Das wurde dann Nane Coorßen – ein Paar, das sich feiern ließ.
Bis dahin ging die Sause so richtig weiter. Frauen und Männer probierten sich am „Hau den Lukas“ vor dem Gasthaus. So wie Anna-Lena Budde aus Huntlosen, die kräftig den Hammer wirbelte. Aber das Gewicht bis ganz nach oben schoss sie nicht.
Fassbieranstich
An der Kasse tobte immer noch das Leben. Eigentlich sollte der Einlass ab 22 Uhr eingestellt werden. Aber der eine oder die andere schlüpften noch durch die Reihen der Fendt-Club-Aufpasser. Mit dabei auch Fendt-Boss Ahrens. Er hatte den Abend mit dem Fassanstechen eröffnet.
Mit der zeitigen Kassenöffnung wurde auch gesichert, dass das Oktoberfest schon zu früher Stunde sehr gut besucht war. Bei anderen Veranstaltungen dieser Art ist das eher die Ausnahme. Gefeiert wurde dann bis zum Abwinken. Eben wie beim großen Vorbild in München . . .
