GROßENKNETEN - Schlechtes Wetter gibt es ja eigentlich nicht, höchstens unpassende Kleidung. Doch zum 25-jährigen Bestehen des Kutschenkorsos am Sonntag, veranstaltet vom Reit- und Fahrverein Großenkneten, vermochte auch die beste Regenhaut nicht den Güssen standzuhalten. Das mussten auch Ehefrau Hilde und Rolf Jessen, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Großenkneten, feststellen, die zu dem traditionellen Ausfahren der Kutschen auf den Rosenhof gekommen waren und natürlich die Fahrt mitmachten.

Am Ende waren es nur sechs Gespanne, die sich auf die Jubiläumstour durch die Gemeinde machten. Mit dabei und ein Aktivposten ist Werner Glander aus Delmenhorst, der mit seinem Shetty-Vierergespann nicht fehlte.

Vom Startpunkt Rosenhof machte sich der kleine Kutschenkonvoi auf die 18 Kilometer lange Strecke in Richtung Hof Hermann Meyer in Döhlen/Schmehl. „Wir hatten den Zeitplan etwas nach vorne verändert, denn auf dem Hof Meyer gab es ein stärkendes Mittagessen“, erklärte der Vorsitzende des RuF Großenkneten, Herbert Kempermann. Geplant war ein weiter Stopp auf dem Rückweg. „Aber wegen des schlechten Wetters haben wir uns entschlossen, gleich durchzufahren, um in der Vereinsklause bei Kaffee und Kuchen den diesjährigen Kutschenkorso zu beschließen.“

Vor 25 Jahren war Ewald Kempermann während der 50. Geburtstagsfeier die zündende Idee gekommen, künftig jährlich einen Kutschenkorso auszurichten. Zusammen mit Walter Theile wurde die erste Ausfahrt organisiert, die über Jahre im August ihren festen Termin hatte. „Am ersten Korso nahmen 43 Kutschen teil“, erinnerte sich Jürgen Kempermann zusammen mit seinem Bruder Herbert an die Anfänge zurück. „Über zehn Jahre hielten wir diese gute Beteiligung seitens der Kutschenfahrer“, so Kempermann. Die Fahrer kamen damals aus dem Norden, aber auch aus Bocholt. „Das beruhte auf Gegenseitigkeit, denn auch wir fuhren nach Bocholt. Das größte Treffen dort sah 103 Teilnehmer“, ergänzte Jürgen Kempermann.

Ideengeber Kempermann hielt dem Kutschenkorso über all die Jahre die Treue. Natürlich war er am Sonntag auch dabei. „Für das nächste Jahr werden wir uns überlegen, ob wir den Termin für den Kutschenkorso doch wieder auf den August legen, um besseres Wetter zu haben“, hieß es.