GROßENKNETEN - GROßENKNETEN/FJ - Zielstrebigkeit ist eine Eigenschaft, über die ein Schützenkönig verfügen sollte. „Er ist in den Schießstand gegangen, hat drauf gehalten und gesagt: Ich will Schützenkönig werden“, sagte Schießmeister Hartmut Schütte, bevor er am Sonntagabend im Festzelt das große Geheimnis lüftete.

Mit 30 von 36 Ringen ließ Holger Meyer die übrigen Anwärter hinter sich und ist neuer Schützenkönig des Schützenvereins Großenkneten. Allerdings lebt der gebürtige Kneter inzwischen in Bookholzberg, ist den Kneter Schützen aber nach wie vor verbunden und auch im Spielmannszug aktiv.

Das gilt auch für seine Tochter Katharina, die mit 33 Ringen Jugendbeste wurde. Ebenfalls nicht aus der Gemeinde kommt die diesjährige Damenbeste Daniela Arndt, die in der Nähe von Leer lebt.

Dem neuen König stehen als Adjutanten Uwe Moysich (27 Ringe) und Ingo Schrandt (17 Ringe) zur Seite. Erstmals gesellen sich auch zur Damenbesten zwei Begleiterinnen: Sabine Schütte und Erika Apel. 58 Bewerber hatten um die Titel Schützenkönig sowie Jugend- und Damenbeste geschossen.

Bevor Schießmeister Schütte die Proklamation vornahm, hatte er seinen Vorgänger Horst Rehfeld, den er 2002 abgelöst hatte, zum Ehrenschießmeister des Vereins ernannt. Dem scheidenden Königshaus mit König Wilfried Köster attestierte er eine „hervorragende Regentschaft“ und ließ Orden überreichen.

Mit dem Verlauf des Schützenfestes im September zeigte sich der Verein indes nicht zufrieden, berichtete Vorsitzender Dieter Spille. Zurzeit beraten die Schützen darüber, 2008 ihr Fest wieder am früheren Termin zu Pfingsten zu veranstalten. Der Festumzug am Sonntag sei jedoch trotz widrigen Wetters gut gelaufen, teilte Spille mit. Die befreundeten Schützenvereine aus Ahlhorn, Sage, Steinloge und Lüerte-Holzhausen sowie der Großenkneter Spielmannszug und der Musikverein Beverbruch hatten sich daran beteiligt.

Bei der Tombola gewann Martin Rittermann aus Großenkneten den Hauptpreis, eine Gartenbank.