GROßENKNETEN - Jörg Even errang für Exxon den Preis. Er durfte die Projekte mit auswählen, die von dem Geld gefördert werden.

Von KLaus Derke

GROßENKNETEN - Jörg Even, Leiter der Werkfeuerwehr bei Exxon Mobil, ist ein kreativer Kopf, wenn es um die Verbesserung von Sicherheitsstandards geht. Mit einem von ihm entwickelten neuen Schutzssystem für Mitarbeiter, die zur Prüfung, Wartung und Reparatur unter schwerem Atemschutz in die zahlreichen Behälter der Erdgasproduktionsstätten steigen müssen, hat er den gemeinsamen Förderpreis „Arbeit - Sicherheit - Gesundheit 2006“ der Bergbau- und Steinbruchs-Berufsgenossenschaften gewonnen.

Sechs Jahre hat die Entwicklung des Systems in Zusammenarbeit mit einer Spezialfirma gedauert. Mittlerweile ist es in Betrieb – und die Monteure von Exxon, die im Jahr ungefähr 3000 Behälter-Besteigungen absolvieren, sind begeistert. Sie haben jetzt eine Notluftversorgung dabei, integriert in die Absturzsicherung, und vor allen Dingen auch eine Sprechfunkverbindung nach außen. Diese wurde über ein Glasfaserkabel in den Luftschlauch eingebaut. Ein wertvoller Beitrag für die Sicherheit, fanden die Berufsgenossenschaften und honorierten die Idee mit 10 000 Euro.

Dieses Preisgeld geht allerdings nicht an den Einreicher, sondern wird von Exxon weitergegeben als Spende für förderungswürdige Projekte. Jörg Even, ehrenamtlich auch Ortsbeauftragter der Johanniter, durfte Vorschläge machen.

4000 Euro gingen an das Projekt „Stauhilfe und First-Responder“ der Ahlhorner Johanniter. Die ehrenamtliche Motorradstaffel ist in Absprache mit der Polizei auf den Autobahnen im Einsatz, um gestressten Autofahrern im Stau beizustehen oder im Notfall schnell Erste Hilfe zu leisten. Weitere 3000 Euro gab es für das an der Ahlhorner Graf-von-Zeppelin-Schule in Zusammenarbeit mit den Johannitern gestartete Projekt „Schulsanitätsdienst“. „Wir bilden Schüler aus, die dann in der Lage sind, vernünftig geschult Erste Hilfe zu leisten“, so Martin Gobert (JUH). Für Rektorin Jutta Borchers ist es ein sehr wichtiges Projekt zur Stärkung der sozialen Kompetenz. Sie berichtete von der riesigen Resonanz: Mehr als 120 Schüler hatten sich angemeldet.

Große Freude über eine 3000-Euro-Spende gab es auch bei Diakon Dieter Döpke aus Ohmstede. Unter dem Motto „Jugend ohne Schuld, aber mit Verantwortung“ leitet Döpke ein Projekt, bei dem unter anderem Jugendliche im Zuge von Seminaren auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen bei Freilegungs- und Pflegearbeiten einen Zugang zur Geschichte während des Nationalsozialismus bekommen. An diesem Projekt beteiligt ist Evens Tochter Mareike. So kam die Idee, hierfür einen Teil der Prämie zu verwenden.

Jörg Even habe die drei Projekte sehr gut ausgewählt, stellten Norbert Stahlhut, Leiter der Exxon-Unternehmenskommunikation, und Werksleiter Dieter Brüggmann bei der Spendenübergabe fest.