GROSSENSIEL - GROSSENSIEL/FIL - Wenn Segler von schlechtem Wetter sprechen, dann sind da nicht unbedingt Regen und Kälte mit gemeint. Für sie ist das Wetter erst richtig schlecht, wenn der Wind ausbleibt. Genau darunter hat jetzt die Segelregatta der Nordenhamer Sportboothafen-Gemeinschaft (NSG) gelitten.

Bei Sonnenschein und Hochsommertemperaturen herrschten höchstens ein bis zwei Windstärken auf der Weser, so dass sich die Wettfahrt zur Strohauser Plate zu einer Taktik-Bewährungsprobe für Flautenkünstler entwickelte. Angesichts dieser ungewöhnlichen Bedingungen hatten es die Favoriten schwer.

Als Überraschungssieger holte sich der Nachwuchsskipper Jörn Kaliske (WSV Blexen) mit seiner Jolle „Drei Fragezeichen“ den Sieg in der Wertung nach berechneter Zeit. Auf Platz zwei kam Mike Ehrenberg (WSV Nordenham) mit der „Bamboucha“, gefolgt von Patrick Eilers (Segelclub Nordenham) mit der „Man at Work“.

Aufgrund der Flaute hatte Regattaleiter Frank Thümler einen Abbruch der Veranstaltung in Erwägung gezogen. Aber letztlich entschied er sich zu einer Halbierung der Rennstrecke. Anstelle einer Umrundung der Strohauser Plate mit Start und Ziel am Nordenhamer Weserstrand wurde nur die Hinfahrt gesegelt. Zurück ging’s per Motorkraft. Als erstes Boot erreichte die „X-Pensive“ von Sandra und Jens Thümler (SCN) nach 1 Stunde und 12 Minuten die Plate. Der Lohn war das Blaue Band für den Zeitschnellsten. Mit einem knappen Rückstand landete Frank Thümler (SCN) mit der „Follow me“ auf Platz zwei.

Am Abend kamen die Regattateilnehmer im Großensieler Sportboothafen zu der Siegerehrung und einem gemütlichen Beisammensein zusammen. Jeder Starter erhielt einen kleinen Sachpreis für die Schiffsausrüstung. Einen Extra-Pokal bekam Sandra Thümler als schnellste Steuerfrau. 36 Boote waren bei der Wettfahrt gestartet. Drei Skipper hatten aufgrund der Flaute vorzeitig aufgegeben.