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NWZonline.de Nachrichten Kultur

MÖBEL: Großer Streit um kleinen Hocker

25.01.2006

DüSSELDORF DÜSSELDORF/DPA/TSCH - Aus für Bauhaus-Hocker „B 9“ aus Niedersachsen: Das Düsseldorfer Oberlandesgericht hat der niedersächsischen Firma Tecta gestern in einem Lizenzstreit die weitere Herstellung des schlichten Stahlrohrmöbels untersagt. Außerdem ordnete der 20. Zivilsenat die Vernichtung der noch nicht verkauften Tecta-Bestände des berühmten Hockers an. Die Firma Knoll International habe die älteren Rechte an der Design-Ikone des Bauhaus-Meisters Marcel Breuer (1902–1981). Das Gericht bestätigte damit das Urteil des Landgerichts und ließ keine Revision zu (Az.: I-20 U 59/05).

Tecta muss Knoll zudem für entgangene Geschäfte seit August 2003 Schadenersatz zahlen. Die kniffligen Fragen internationalen Urheberrechts rund um das Kleinmöbel hatten die Justiz über Jahre hinweg beschäftigt. Dabei ging es um die lukrativen Lizenzen für Produktion und Vertrieb. Das Unternehmen Knoll International, das das 1925 von Breuer entworfene Modell unter dem Namen „Laccio“ vertreibt, konnte einen Vertrag mit Marcel Breuer persönlich aus dem Jahr 1968 vorweisen.

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Tecta aus Lauenförde hatte sich auf einen Lizenzvertrag mit dem Berliner Bauhaus Archiv berufen. Tecta hatte den Streit selbst losgetreten und zunächst einen ostdeutschen Hersteller des Hockers verklagt. Vor Jahren siegten die Niedersachsen in zweiter Instanz gegen die Firma „L. & C. Stendal“, die sich auf Lizenzen des Bauhauses berufen hatte. Danach war Tecta auch bei Knoll vorstellig geworden. Das italienisch-deutsche Unternehmen Knoll hatte aber den Spieß umgedreht.

Ein Sprecher der Firma Tecta betonte gestern, das „bittere Urteil“ habe sich schon angekündigt. Man hätte die Produktion deshalb heruntergefahren. Man habe nur noch wenige Restbestände. Trotz der nicht zugelassenen Revision denke man über Wege nach, doch noch zu seinem Recht zu kommen. Zudem würden sich im Grunde die Falschen streiten: „Es gibt Länder in Asien“, so Christian Drescher von Tecta, „die halten sich überhaupt nicht ans Urheberrecht!“

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