Der Titel des musikalischen Nachmittags im Wildeshauser Rathaussaal besaß schon eine gewisse Ironie. „Ein Sommertraum“ war der Auftritt des Frauenchors der Chorschule Concenti überschrieben. Doch als die zehn Frauen ihr einstündiges Konzert begannen, regnete es draußen wie aus Kübeln. In ihrem bunten Reigen an sommerlichen Melodien setzten die Frauen um Leiterin Birgit Wendt-Thorne dazu den Kontrapunkt vor der kleinen Zuhörerrunde im Saal.

Abschluss der achtjährigen Bauarbeiten im Wildeshauser Krankenhaus: Das wurde am Wochenende ganz groß gefeiert. Zunächst am Freitagmittag der Empfang für rund 170 geladene Gäste, dann der sehr gut besuchte Tag der offenen Tür am Sonntag. Dass auch künftig durchaus mit weiteren Veränderungen zu rechnen ist, ließ Verwaltungsdirektor Hubert Bartelt am Ende seiner Ansprache am Freitag anklingen. Er sagte: „Sicherlich haben wir einige neue bauliche und strukturelle Projekte im Hinterkopf, die eng mit der Etablierung und Erweiterung von neuen Leistungsangeboten einhergehen. Denn eines hat uns die positive Erfahrung mit dem Konjunkturpaket II gezeigt: Visionen und Pläne sollte man immer in der Schublade haben, und eine große Schublade, die haben wir ganz bestimmt.“

Unter dem Motto „Idyllische Landromantik“ stand das Sommerfest 2012 im Kreisaltenheim in Wildeshausen. Es war ein bunter und geselliger Nachmittag mit den Bewohnern, Angehörigen und Freunden der Einrichtung sowie den Mitgliedern des Fördervereins „Kulturtreff“. In ihrer Begrüßungsansprache freute sich Einrichtungsleiterin Susanne Beckmann über den guten Zuspruch. Auch das Wetter machte einigermaßen mit. Die kurzen Schauer konnten den Menschen unter den schützenden Zeltdächern nicht allzu viel anhaben. Neben Kaffee und Kuchen waren das Tanzvergnügen in Holschen und einige Spiele Höhepunkte des Tages. Uwe Kappel drückte die Tasten des Akkordeons und bot die richtige musikalische Begleitung. Den Auftritt hatte der Förderverein gesponsert. Für das leibliche Wohl war mit Kaffeetafel und später mit Spießbraten und Gegrilltem gesorgt. Organisiert hatte das Betreuungsteam des Kreisaltenheims unter der Leitung von Christiane Bock das Sommerfest. Eine humorvolle Einlage war das Melken der Schwarzbunten. Wer wollte, konnte sich an der Milchkuh probieren. Das Tagesmotto rundete auch allerlei altes landwirtschaftliches Gerät ab, das zur Dekoration am Rande diente und die „Landromantik“ unterstreichen sollte. Informationen rund um die Einrichtung bot auch der Förderverein an einem eigenen Stand. Kräuter wurden zum Verkauf angeboten und es wurde zum Schätzspiel „Erbsen zählen“ eingeladen. Vor Ort waren auch der neue erste Fördervereins-Vorsitzende Willi Erdmann sowie Vertreter der Stadt.

Nach dem Gottesdienst am Sonntag hat die Kolpingsfamilie Wildeshausen zum einstündigen Frühschoppen ins Waltberthaus eingeladen. „Es wurde wunderbar angenommen, 35 Leute waren zugegen“, so der Vorsitzender Gerald Rievers. In gemütlicher Atmosphäre erzählte Pfarrer Stefan Jasper-Bruns über sein Ankommen in der Kirchengemeinde St. Peter. Es folgte eine angeregte Diskussion über Kirche heute und gestern, Priestermangel, Zölibat und Einsatz von Ehrenamtlichen in Gottesdiensten.

Am Sonnabend unternahmen 22 Königsfrauen ehemaliger Gildekönige eine Fahrradtour zur Swingolf-Anlage in Iserloy. Treffpunkt war die Pumpe vor der St.-Peter-Kirche. Organisiert hatten die Tour Inka Köhler, Ehefrau vom Gildekönig 2011, Björn Köhler, und Michaela Johannes, deren Mann vor 18 Jahren Gildekönig werden konnte. Auf halber Strecke war ein Stopp eingeplant. Mit im Handgepäck hatten die Königsfrauen eine Flasche AFK-Schluck. Dahinter verbirgt sich der „Anwärterkreis zur Königskompanie der Wildeshauser Schützengilde von 1403“. Ein Trunk, der nach besonderem Rezept gemischt wird. Nach der Kaffee- und Kuchenpause in Iserloy traten die Königsfrauen die Rückfahrt nach Wildeshausen an.

Grünkohl im Sommer: Was einmal vor Jahren als Gag entstanden ist, hat sich etabliert – zumindestens bei einigen Wildeshausern. 60 Personen waren am Sonnabend bei der nunmehr sechsten Sommerkohltour „Kohlessen unter Palmen“ dabei. Das berichtet Organisator Walter Lämmchen. „Mit den herrlichen Sommertemperaturen schmeckte der Sangria unterwegs hervorragend!“, berichtete er von einer etwas veränderten Getränkekarte. Den klassischen Grünkohl samt Kasseler und Pinkel gab es im Biergarten vom Franziskaner.