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Grünkohlessen von Berlin nach Oldenburg verlegen

„Oettinger Oldenburgs Grünkohlkönig“ (Ð  vom 5. November)

Viele Oldenburger haben nicht schlecht gestaunt, als sie kürzlich in der

NWZ

  lesen konnten, dass die Stadt als Kohlkönig 2012 den aus Baden-Württemberg stammenden Günter Oettinger ausgewählt hatte. Der heutige EU-Kommissar für Energie Oettinger mag ja wohl ein netter demokratischer Mensch sein, er ist aber sprachlich kaum in der Lage, einen politischen Sachverhalt den Bürgern verständlich zu vermitteln. (...)

Oldenburg hat nie einen König gehabt, nur Grafen, Herzöge und Großherzöge. Als sich die Verantwortlichen aus Oldenburg nach der Gründung der Bundesrepublik 1949 entschlossen, in Bonn ein Oldenburger Grünkohlessen für Politiker, Wirtschaftler und andere, die Demokratie lernen wollten, zu veranstalten, war dies für das Kennenlernen in einer neu gestalteten Republik sicherlich sinnvoll. Heute, in einer umfassend technisierten Kommunikationswelt, stellt sich doch wohl die Frage: „Ist eine traditionelle Veranstaltung dieser Art noch vertretbar?“

Wer Tradition erhalten will, muss den Mut zu Veränderungen haben. Was hat der Oldenburger Bürger von so einem Kohlessen in Berlin? Es fahren einige auserwählte Oldenburger mit einem großen Aufgebot an Hilfspersonal für zwei Tage nach Berlin. Diese Veranstaltung verschlingt eine erhebliche Summe Steuergeld, auch wenn viel davon gesponsert wird.

Wenn nun die Stadt Gäste nach Oldenburg einladen würde, die ihre Fahrtkosten und Unterbringung selbst bezahlten und diesen Politikern, die wirklich ein Interesse an einer Reise nach Oldenburg haben, „een defftig Ollnborger Gröönkohläten“ spendieren würde, dann könnte man noch einen Sinn erkennen. Diese Gäste würden dann wenigstens Oldenburg kennenlernen.

Fritz Lottmann, Rastede

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