GRüPPENBüHREN - Rätselhaft, teils witzig muten die Namen an, die Bildhauer Peter Könitz seinen metallenen Objekten gegeben hat. „Etwas zitrone“ zum Beispiel, oder „ein ängstlicher Hund“. Dabei seien diese Titel keineswegs nur Beiwerk, sagte Kunstkritiker Jürgen Weichardt am Sonnabend bei der Eröffnung der Könitz-Ausstellung in der Galerie Zur Försterei 11. Die Namen seien die Verbindung vom Werk zum Betrachter – mit deren Hilfe das abstrakte Objekt im Kopf zur realen Vorstellung werde.
„Ein ängstlicher Hund und andere“ heißt die Ausstellung. Mit ihr wird die Galerie von Susanne und Klaus Warnecke nach elfjährigem Dornröschenschlaf wieder zum Leben erweckt. Es habe die Gefahr bestanden, dass der ehedem für Ausstellungen des Kunstvereins Ganderkesee genutzte Heuboden zum Abstellraum werde, frotzelte Klaus Warnecke. „Da hab ich gedacht, wir müssen wieder etwas machen.“
Peter Könitz ist in Grüppenbühren kein Unbekannter, zweimal schon hatte er hier ausgestellt. Werke des Künstlers, teils von verblüffenden Schlichtheit und Lapidarität, „wecken Erinnerungen an die Kunstgeschichte“, fand Weichardt und schlug den Bogen zu Objektkünstler Marcel Duchamp (1887 bis 1968).
Auch nehme Könitz den Faden der kinetischen Kunst auf, die in den 1960er Jahren entwickelt wurde. Allerdings verberge er bei seinen sich bewegenden Objekten weder Motor noch Schalter. Ohnehin attestierte Weichardt: Könitz habe vielleicht Anregungen aus der Kunstgeschichte erhalten – aber er sei weit darüber hinaus gekommen.
„Ein ängstlicher Hund“ läuft bis zum 2. Oktober. Die Öffnungszeiten: dienstags und donnerstags von 15 bis 18 Uhr, sonntags von 14 bis 18 Uhr sowie nach Absprache (Telefon 04222/1661).
