Hude - Es ist nicht leicht darüber zu reden, wenn ein geliebter Mensch gestorben ist. Es gibt Ängste, Unsicherheiten, Mutlosigkeit und Zweifel. Hilfe in dieser oft sehr schweren Zeit bieten die geschlossenen Trauergruppen des Hospizkreises Ganderkesee. Alle 14 Tage kommen die Teilnehmer zusammen und sprechen in der Gruppe über das Thema Trauer.
Sieben Frauen haben sich in Hude seit eineinhalb Jahren in der geschlossenen Trauergruppe getroffen. In der Diakonie-Sozialstation redeten sie über ihre Trauer, auch über die Wut, dass andere vielleicht nicht damit klarkommen, wie sie trauern.
Hanna Otter-Sandstedt und Oliver Uhlhorn leiteten die Gruppe. Am Anfang wollten einige Frauen sofort wieder gehen. Zu schwer war es, über die Probleme zu reden.
Aber in der Gruppe über Erinnerungen zu sprechen und zugleich die Erfahrung zu machen, dass auch andere diese Trauer erleiden, war für viele am Ende sehr wichtig. Viel wurde geweint, verschlossen zeigten sich einige Frauen zunächst. Doch nach und nach kamen Gespräche hinzu, die den Teilnehmerinnen halfen.
„Diese Gruppe war super, sie hat mir demonstriert, dass ich über meine Trauer reden kann“, brachte eine Teilnehmerin die einhellige Meinung auf den Punkt.
Langsam haben auch Hanna Otter-Sandstedt und Oliver Uhlhorn Freundschaft und Vertrauen zu den Teilnehmerinnen aufgebaut. Ganz wichtig sei es, den Teilnehmern die Möglichkeit zu geben, bei jedem Treffen über die Dinge zu reden, über die sie reden wollten. „Im Austausch mit anderen Trauernden konnten intensive, stützende und stärkende Erfahrungen gemacht werden“, sagt Hanna Otter-Sandstedt.
Nach eineinhalb Jahren wurde bei einem adventlichen Nachmittag in der Diakonie-Sozialstation die bestehende Trauergruppe nun aufgelöst. Doch der Kontakt, der in dieser Zeit aufgebaut wurde, wird bleiben, meinten die Frauen.
Im Februar soll eine neue Gruppe starten. Jeder, der vor kurzer Zeit einen Trauerfall zu beklagen hatte, soll ermuntert werden, teilzunehmen. Wichtig ist, dass die Gruppe geschlossen ist. Niemand kann nach Anfang des Kurses dazukommen. Anmeldungen ab sofort bei Hanna Otter-Sandstedt, Tel. 04223/8575.
