Friesoythe - Wer war Jack the Ripper? Ein Phantom, um das sich noch heute viele Forscher streiten. Das Faszinierendste an der Geschichte ist, das nie aufgeklärt wurde, wer der Täter wirklich ist. Es gibt sogar Forschungen, die davon ausgehen, das Jack the Ripper eine Frau war. Um 1888 trieb er (oder sie) sein Unwesen im Elendsviertel Whitechapel von London und ermordete bestialisch mehrere Prostituierte. Auch in Friesoythe wurde nicht aufgeklärt, wer den vier Prostituierten das Leben auf brutalste Art nahm. Im Forum am Hansplatz führte die Theater-AG der Klassen 7 bis 9 des Albertus-Magnus-Gymnasiums (AMG) die schaurige Geschichte um Jack (the Ripper) auf.
Autorin Cornelia Wagner hatte einige Fährten gelegt für die Zuschauer. Der schwarz gekleidete geheimnisvolle Fremde (Marie Deeken ), der keinen Namen trug, dafür eine Arzttasche, war der Hauptverdächtige. Und auch Joseph Barnett, gespielt von Lea Memmke, Lebensgefährte der Protestierten Mary Jane Kelly (Carina Mut), geriet ins Visier der Ermittler. Die Pfeife des arbeitslosen und ewig klammen Lebensgefährten der Prostituierten Mary Jane Kelly wurde am Tatort gefunden. Aber der arme Wicht wurde nach einer Befragung durch Inspector Frederick Abberline (Veronika Lang) wieder freigelassen.
Den jungen Schauspielern muss eine tolle Leistung attestiert werden. Fast immer textsicher, ausdrucksstark in Gestik und Mimik und in der Verkörperung ihrer Rollen. Toll in Szene gesetzt wurde das Stück von den beiden Spielleiterinnen Julia Klink und Peter Langer. Mit feiner Ironie in den bissigen Dialogen begegneten sich der aufdringliche Star-Reporter Robert Simmons (Miriam Bornewasser) und der knorrige Ermittler Frederick Abberline. Sprüche wie: „Fragt die Frau von Jack the Ripper: ,Wo gehst du hin?’ Sagt Jack: ,Auf die Straße, ein paar Stichproben machen’“, sorgten für Lacher inmitten des Grusels. Die Inszenierung der Geschichte um den Killer baute geschickt Thriller-Elemente und gekonnt eingesetzte Lichteffekte ein.
Wer sich auch auf die Suche nach dem Serienmörder machen möchte, hat dazu noch die Gelegenheit am Donnerstag, 2. Oktober, und am Sonntag, 5. Oktober, jeweils um 19 Uhr im Forum am Hansaplatz (Eintritt: drei Euro im Vorverkauf im AMG, fünf Euro an der Abendkasse).
Zum Schluss dankte Schulleiter Jens-Peter Green den Schauspielern, aber auch den beiden Leitern der AG, Peter Langer und Julia Klink, für ihre großartigen Leistungen. Dem schloss sich das Publikum an und dankte den Akteuren auf der Bühne mit lang anhaltendem Beifall.
