Bern - Einen Teil des Erbes des umstrittenen Kunstsammlers Cornelius Gurlitt (1932–2014) macht das Kunstmuseum Bern zu Geld. Zur Begleichung der Finanzierung von Rechtsstreitigkeiten rund um den Fall kämen die Wohnung des Sammlers in München und sein Salzburger Haus auf den Markt, bestätigte das Haus am Dienstag.
Auch der Verkauf von Bildern aus dem Nachlass werde nicht ausgeschlossen. Bislang sind laut Museum Kosten in Höhe von 2,5 Millionen Franken (2,3 Millionen Euro) aufgelaufen. Der Kunstsammler hatte seine umfangreiche, mit Raubkunstverdacht behaftete Sammlung überraschend dem Kunstmuseum Bern vermacht. Gurlitts Cousine hatte das Testament vor Gericht angefochten.
In Gurlitts Wohnungen waren 2012 rund 1500 Kunstwerke beschlagnahmt worden. Deutschland hat sich verpflichtet, alle Werke zurückzuerstatten, die ihren Besitzern einst von den Nazis geraubt wurden.
