Harpstedt - „Nach vielen starken Jahren war dies bewusst und erwartungsgemäß ein ruhiges Jahr auf der Einnahmenseite.“ Diese Bilanz zog Dieter Claußen, Kuratoriums-Vorsitzender der Harpstedter Kirchen-Stiftung, am Montagvormittag auf einer Pressekonferenz im Alten Pfarrhaus. Knapp 14 500 Euro an Zustiftungen aus Spenden, Kollekten und Konzertüberschüssen hatten den Kapitalstock in 2012 auf 269 216 Euro anwachsen lassen. Im Vorjahr waren es 58 000 Euro.

„Die geringeren Einnahmen lagen vor allem daran, dass es im vergangenen Jahr keine Bonuszahlungen mehr von der Hannoverschen Landeskirche gab“, erklärte Claußen. Zudem sei das Kirchgeld in 2012 nicht an die Stiftung gegangen, sondern an die Harpstedter Kirchenmusik. Und auch die Kollekte beim Adventskonzert sei diesmal einem anderen Zweck zugeflossen, nämlich der Lettlandhilfe der katholischen Kirchengemeinde Harpstedt.

Dank einer geschickten Anlagepolitik, so freute sich Geschäftsführer Gunnar Schulz-Achelis, könne 2013 – trotz gegenwärtig niedrigem Zinsniveau – die bislang höchste Ertragssumme ausgeschüttet werden. 5770 Euro (Vorjahr 4250 Euro) stehen in diesem Jahr zur Verfügung. Damit sollen wieder zahlreiche Projekte, Veranstaltungen und Anschaffungen unterstützt werden. Beschlossen hat das Kuratorium bereits Gelder für die Schulung der ehrenamtlichen Jugendgruppenleiter, die Fahrt der „Kernigen“ zum Kirchentag nach Hamburg, den Workshop des Posaunenchores und neues Kaffee-Geschirr fürs Alte Pfarrhaus.

Um ihr Vermögen weiter anwachsen zu lassen, sind wieder zahlreiche Veranstaltungen zugunsten der Stiftung geplant: „Musik zu Ostern“ nennt sich eine Woche nach Ostern das Benefizkonzert am Sonntag, 7. April, ab 17 Uhr in der Christuskirche. Es treten der Gemischte Chor Harpstedt, der Laudate-Chor Wildeshausen, der Mädchenchor Amasing und der Kinderchor Ohrwürmer auf.

Das festliche Stiftungsmahl findet in diesem Jahr am 11. Juni in Hackfeld’s Dorfkrug statt. Als Redner konnte der frühere Harpstedter und Twistringer Pastor und Dechant Monsignore Reinhard Molitor gewonnen werden. Nach dem Erfolg im Vorjahr soll am 6. Juli der „Französische Abend“ mit Boule-Spiel, Rotwein, Käse und Baguette wiederholt werden. Ein Marathon-Kinoabend mit drei Filmen hintereinander ist für den 8. November geplant. Erstmals soll einen Adventskalender mit Harpstedter Motiven aufgelegt und verkauft werden. Auch die Ausgangskollekte des Adventskonzertes fließt wieder in die Stiftung.

Marén Bettmann
Marén Bettmann Redaktion Wardenburg