„Showmaster fürchtet Absturz“, Ð vom 3. Juni
In Ihrer Ausgabe vom 3. Juni betonte Herr Stolle als Leiter der Theater AG des Wirtschaftsgymnasiums, dass seine Schüler, anders als am AMG, freiwillig auf der Bühne stünden. Hierbei erwähnt er das Wahlpflichtfach Darstellendes Spiel, das neben Musik und Kunst ab dem Jahrgang 11 den Schülern und Schülerinnen ein Spektrum an kreativen Verwirklichungsmöglichkeiten bietet. Die für die Öffentlichkeit zugänglichen Theateraufführungen werden jedoch von einer Gruppe inszeniert, die als reine Arbeitsgemeinschaft Spaß und Kreativität verbinden will und dessen absolut freiwilliges Ziel drei oder vier abschließende literarisch mehr oder weniger anspruchsvolle und unterhaltsame Aufführungen sind. Ich muss also Herrn Stolle in seiner Aussage korrigieren, dass Zwang und nicht Leidenschaft uns immer wieder mit enormer Spielfreude auf die Bühne treiben.
Im Übrigen bin ich sehr froh, dass das AMG neben der Kunst und der Musik seinen Schülern auch die Möglichkeit gibt (und sie keinesfalls zwingt) schauspielerisches Talent in das Zeugnis einfließen zu lassen. Ich hoffe, Herr Stolle wird es in Zukunft unterlassen unser freiwilliges Engagement als schulisches Muss herabzusetzen.
Fenja Kramer, Neuvrees
„Traumatisierender Theaterzwang“ ... so oder so ähnlich scheint die Meinung zu sein, die Georg Stolle gegenüber der Theaterarbeit des Albertus-Magnus Gymnasiums vertritt, zumindest, wenn man sich sein Zitat aus dem Friesoyther Regionalteil der NWZ vom 3. Juni vor Augen führt: „Anders als am AMG, an dem es Darstellendes Spiel als Fach gibt, betreten die BBS-Schüler freiwillig die Bühne.“ Als Ehemaliger der besagten Theatergruppe möchte ich darauf hinweisen, dass ich drei zwangfreie Bühnenjahre am AMG verlebt habe.
Ich und all die anderen Darsteller, die in den letzten 26 Jahren an der Theater-AG des AMG teilgenommen haben, waren ebenso freiwillig involviert wie die BBS-Schüler in diesem Jahr. In einem Punkt hat Herr Stolle sicherlich Recht, anders als an der BBS wird am AMG das Fach Darstellendes Spiel unterrichtet.
Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder Schüler der dieses Fach belegt zwangsläufig der Arbeitsgemeinschaft beitreten muss. Diese Schlussfolgerung ist mir mehr als rätselhaft. Grundsätzlich stellt sich mir die Frage, warum man in einem Interview, in dem man sich zu der eigenen Theaterarbeit äußern soll, direkt Bezug zu unserer AG nimmt, anstatt sich auf das eigene Stück zu konzentrieren? Fehlt es diesbezüglich etwa an Inhalt? Ich für meinen Teil halte diesen Vergleich auf jeden Fall für unnötig. Toi toi toi an die Darsteller der BBS-AG (...).
Elias Constantin, Friesoythe
