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Jubiläum Vom Marsch zum Mambo

HAHN - Vor ungewöhnlichen Orten macht der Spielmanns- und Fanfarenzug Hahn-Nethen nicht Halt: Vor zwei Jahren spielte die Gruppe in Oldenburg (Holstein) vor einem Supermarkt. Die Musiker fragten sich: „Warum sind wir eigentlich draußen? Gehen wir doch lieber rein.“

Flugs schnappten sie sich ihre Instrumente und zogen zwischen Haushaltswaren und Fleischtheke durch den Einkaufsmarkt. Beim Zug durch die Regale gaben sie Herbert Grönemeyers „Mambo“ zum Besten und sorgten bei Kunden und Angestellten für tolle Stimmung, erinnert sich Vorsitzender Joachim Poel­meyer.

Die Episode zeigt auch, dass der Spielmanns- und Fanfarenzug mit der Zeit geht. Früher gab’s Marschmusik, heute modernere Stücke wie den „Mambo“. Ende Mai feiert die Gruppe nun ihren 50. Geburtstag mit großem Programm auf dem Dorfplatz in Nethen am Hirtenweg (siehe Kasten unten).

Auf die Anfänge des Musikzuges blickt Poelmeyer anlässlich des Jubiläums zurück: Unter dem Namen „Schützenspielmannszug Rastede Nord“ erblickte der Verein 1961 das Licht der Welt. Er war ein Kind der Schützenvereine Hahn und Nethen. Bereits 1964 entschied man sich den heutigen Namen anzunehmen. Seit dieser Zeit absolvieren die Musiker unter dem Namen Spielmanns- und Fanfarenzug Hahn-Nethen Auftritte in ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland.

1971 war ein besonderes Jahr für den Verein, denn ab diesem Jahr wurden erstmals auch Mädchen und Frauen aufgenommen.

1984 übernahm Burghard Kaper, der auch heute noch im Vorstand tätig ist, die musikalische Leitung. Damit brach eine neue Ära an. Neben den typischen Märschen wurde die Musik moderner, und es wurden neue Instrumente beschafft.

Aber es blieben auch die Flöten im Verein erhalten. Die Kombination von traditionellen Instrumenten, modernen Blechblasinstrumenten und Percussion hat sich bewährt. Seit dem Jahr 2000 setzt der jetzige musikalische Leiter und Drummajor Lars Blohm diese moderne Richtung fort. So bieten die Musiker bis heute ein breites musikalisches Repertoire, das bei dem Publikum gut ankommt.

Im Jahr 1985 entschied man, sich von den Schützenvereinen zu lösen. Der Spielmanns- und Fanfarenzug Hahn-Nethen wurde ein selbstständiger Verein.

Seit 1989 spielt die Jugend im Verein eine ganz besondere Rolle. In diesem Jahr wurde die „Kükengruppe“ gegründet. Zwischenzeitlich hat man sich auch hier modernisiert und die ehemalige Kükengruppe nennt sich nun „Youngcorps“. Hier werden die Nachwuchsmusiker an den Instrumenten ausgebildet. Die Kinder werden ab einem Alter von sechs Jahren von erfahrenen Musikern an Trompete, Trommel und Flöte herangeführt, bis sie schließlich im „großen Zug“ mitmarschieren können. Während der Ausbildungszeit absolvieren auch die „Kleinen“ schon ihre eigenen Auftritte.

Der Verein hat im Laufe der Jahre immer wieder in neue Instrumente und Uniformen investiert. 2009 wurden neue Uniformen aus den USA geordert.

Heute hat der Verein etwa 170 aktive und passive Mitglieder. Rund 50 Auftritte werden im Jahr absolviert. Ob Karnevalsumzüge, Schützenfeste, Musikshows der Musikwettkämpfe, die „Hahn-Nethener“ sind immer gern gesehene Gäste, was sicher auch an der tollen Stimmung innerhalb der Gruppe liegt.

Sonnabend, 28. Mai:

Ab 15 Uhr Kindertrubel auf dem Festplatz, der Nachwuchs von mehreren Musikzügen zeigt dem Publikum, was er gelernt hat; auf dem Platz Hüpfburg, Spiele, Infostände 19 Uhr: Beginn des offiziellen Festakts im Festzelt auf dem Dorfplatz. Anschließend: Jubiläumsparty des Spielmanns- und Fanfarenzuges mit der Liveband Three Tops

Sonntag, 29. Mai:

9.30 Uhr: Gottesdienst auf „hoch“ und „platt“ im Festzelt 10.45 Uhr: Musikalischer Frühschoppen im Festzelt – Der Spielmanns- und Fanfarenzug gibt ein Fass Bier aus 12.45 Uhr: Sternmarsch unter der Beteiligung von mehreren Musikzügen durch die Straßen von Nethen 14 Uhr: Eröffnung der Musikshow: 20 Musikzüge, Showbands und Spielmannszüge präsentieren sich auf dem Dorfplatz in Nethen
Frank Jacob
Frank Jacob Redaktion Rastede, Redaktion Wiefelstede
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