HALEN - Petroleum, Liebe und Geldgier bringen Komik auf die Bühne. Sonnabend geht es los.
von h.-Günter dobelmann
HALEN - Die Proben für das Theaterstück der Laienspielschar Halen neigen sich dem Ende, denn am Sonntag, 14. Januar, feiert „Gastweert Goebel“ Premiere. Karten für die Vorstellungen sind in diesem Jahr nur im Vorverkauf zu haben. Vorverkaufsstellen sind bei der EVG Emstek-Halen und bei der Firma Oppermann in Halen eingerichtet.Die plattdeutsche Komödie spielt in Poppenbüttel nahe Hamburg. In diesem beschaulichen Ort betreibt Goebel (Aloys Bramlage) mit seiner Frau Grete (Christa Thien) und Tochter Lina (Birte Penkhus) eine Gastwirtschaft mit angeschlossenem Krämerladen. Mit Fleiß und Geschäftssinn, aber auch mit Geiz und Geldgier hat es Goebel zu einem ansehnlichen Vermögen gebracht, das es ihm ermöglicht, Geld zu verleihen. Dabei nutzt er die Notlage seiner Gläubiger mit Wucherzinsen skrupellos aus.
Dies bekommt auch Schwager Homester (Hubert Schrand) zu spüren. Als er mit seinen Zinszahlungen in Rückstand kommt, verlangt Goebel den Verkauf der letzten Kuh im Stall.
Zu einer richtigen Komödie gehört auch ein verzwicktes Liebesverhältnis: Goebel will, dass seine Tochter einen reichen Hoferben heiratet, den weder er noch seine Tochter kennen. Lina widersetzt sich den Wünschen. Sie hat sich in den Malermeister Butenschön (Ansgar Wedemeyer) verguckt, der aus Hamburg zugezogen ist. Als Goebel schließlich ein Lotterielos an den Losverkäufer Gerken (Peter Eichfeld) zurückgibt, weil er nicht gewonnen hatte, erwirbt ausgerechnet Butenschön das Los und gewinnt 20 000 Mark.
Goebel versucht alles, um das Los zurückzubekommen. Butenschön nutzt die blinde Geldgier Goebels aus und streut Gerüchte um Petroleumfunde in der Lüneburger Heide. . .
In weiteren Rollen sind Jürgen Thole als Butenschöns Lehrling und Berthold Büssing als Nachbar zu sehen. Im Souffleurkasten sorgt in diesem Jahr wieder Maria Feldhaus für den Textfluss auf der Bühne. Die Spielleitung hat wieder Maria Oppermann.
