Oldenburg - Gemessen an dem, was am Sonntag aus der Messehalle der Weser-Ems-Hallen herausgetragen wurde, muss auf Dachböden und in Kellern in und um Oldenburg nun gähnende Leere herrschen: Kindermöbel, Spielzeug und riesige Tragetaschen voll mit Kleidung schleppten angehende und bereits mit Kindern gesegnete Eltern nach Hause.

„Manche kommen tatsächlich mit einem leeren Koffer an und gehen mit einem vollen wieder weg“, staunte Katrin Ulbrich. Gemeinsam mit Andrea Nölting-Bruns hatte sie den Piccolino-Markt für Gebrauchtes rund ums Kind organisiert und zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz. Mit knapp 530 Ständen war der Markt bereits lange ausgebucht. Rund 3000 Besucher kamen vorbei, um sich mit Nachschub für den Nachwuchs einzudecken.

„Günstiger geht es nicht“, freute sich Fania Million über das große Angebot an Schnäppchen. Kaum getragene Kleidung oder gut erhaltenes Spielzeug waren für wenige Euro, teilweise für nur 50 Cent pro Teil, zu haben. Mit ihrem dreijährigen Sohn Yassin war die Oldenburgerin nun an den Ständen auf der Suche nach Zubehör für die Spielküche.

Für die privaten Händler bot der Markt vor allem die Gelegenheit, zu Hause zu entrümpeln und Platz zu schaffen. „Ich bin zum ersten Mal hier und es macht Spaß“, erzählte Maren Rodenberg aus Westerstede. Positiv fiel ihr auf, dass die meisten Besucher bereit waren, für gut erhaltene Ware auch gute Preise zu bezahlen. So lohnte sich der Aufwand meist auch aus finanzieller Sicht.

Daher wundert es nicht, dass die Standplätze begehrt sind und es sogar eine lange Warteliste gab. Wer auf dem Piccolino-Markt verkaufen will, muss sich früh um einen Platz bemühen. Wie die Organisatorinnen berichteten, waren für den nächsten Termin am 6. September nur Stunden nach der Freischaltung bereits zahlreiche Anmeldungen eingegangen. Wer also Platz auf dem Dachboden oder im Keller benötigt, muss früh planen.

Patrick Buck
Patrick Buck Redaktion Oldenburg (Stv. Leitung)