HALSBEK - „Dormit du nich mehr blaahen brückst“, versucht Bauer Bernd Harms (Diedrich Diers) seiner Frau Uli (Christa Ligthard) das urige Teil zu erklären. Diese ist fassungslos – eine Zwiebelschnellschneidemaschine als Geschenk zur Silberhochzeit, das bringt sie in Rage – und die Zuschauer haben bereits von Anfang an viel zu lachen.
Begeisternde Premiere feierte die Späälköppel des Heimatvereins Halsbek unter der Leitung von Friedrich Lohmeyer mit dem plattdeutschen Lustspiel in drei Akten im Heimathaus. Die routinierten Laienschauspieler sowie Antje Hobbie als Neuling überzeugten allesamt mit einem Stück, das von Wortwitz und spritzigen Dialogen geprägt ist und mit einer hervorragenden Gesamtleistung in Szene gesetzt wird.
„Oha, ik bünn Vadder“, ins Plattdeutsche übersetzt von Günter Drewes, kam beim Premierenpublikum bestens an. Viel Szenenapplaus und lang anhaltender Schlussbeifall waren der Dank an die Akteure.
Zum Inhalt: Eine Zwiebelschnellschneidemaschine ist wahrhaftig kein gewöhnliches Geschenk zur Silberhochzeit, damit fängt der erste Trubel an. Dann überbringt Gemeinderat Specht (Gerd Diers) einen Brief, aus dem hervorgeht, dass Bauer Harms aus erster Ehe einen Stiefsohn Hinni (Mark Töben) hat, der seinen Familiennamen trägt.
Nun will Hinni absolut seinen Vater kennen lernen, doch Ehefrau Uli darf keinesfalls davon erfahren. Harms und Specht bauen ein großes Lügengebäude auf und glauben, die Sache läuft zu ihren Gunsten – doch weit gefehlt.
„Ick fall von een Schlamassel in't nächste“, schüttelt Bauer Harms den Kopf. Zu allem Übel verliebt sich Hinni in Anne (Antje Hobbie), die zufällig zu Besuch ist. Hinni soll verschwinden, aber er ist hartnäckig und bleibt, er steigt sogar in Frauenkleider. Für die mannstolle Magd Meta (Gabi Schumacher) allerdings kommt Hinni gerade zur richtigen Zeit. Die Verstrickungen mehren sich. Da helfen nur noch gegenseitige Geständnisse.
Ob und wie die Verhältnisse wieder ins Lot gebracht werden, das können die Besucher selber erleben.
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