HALSBEK - Bis zum 18. März sollen noch fünf weitere Aufführungen folgen. Dafür sind noch Karten zu bekommen.

von Hildburg Lohmüller

HALSBEK - „Vör all de Neigkeiten kom ick gar nich mehr dor to de Post ut to drägen" – Briefträgerin Helga hat die Lacher der Zuschauer auf ihrer Seite. Einstudiert wurde vom Späälköppel des Heimatvereins Halsbek das plattdeutsche Theaterstück „Meistens kummt dat anners, at man denkt" von Günter Drewes. Nun gab es die von vielen mit Spannung erwartete Premiere dieses witzigen und turbulenten Dreiakters. Dank der gelungenen Inszenierung durch Späälbaas Friedrich Lohmeyer hatte das Publikum seine helle Freude an der Aufführung im Heimathaus; es spendete kräftig Beifall.

Die Komödie spielt in der Küche von Bauer Emil Ziegler (Diedrich Diers) und seinem Sohn Dieter (Mark Töben). Emils Mutter, Oma Ziegler (Gerda Klinkebiel) ist äußerst schwerhörig und gebrechlich, daher versorgt die burschikose Nachbarstochter Franziska (Tanja Kloppenburg) den Haushalt. Sie hat es auf Dieter abgesehen, doch der hat keine Augen für Franziska – „Lev vergeiht, Hektar besteiht" – und geht ihr aus dem Weg.

Viel Aufregung kommt ins Spiel, als im Naturschutzgebiet eine vermeintliche Heilquelle gefunden wird. Bürgermeister Siegmund Schlau (Egon Frers) und sein Stellvertreter Richard Raffer (Gerd Diers) wittern ein ganz großes Geschäft, doch Naturschützerin Mira Meislein (Giesela Diers) kämpft vehement dagegen.

Die Geologin Dr. Gunda Gräber (Marion Brötzmann) soll entsprechende Untersuchungen anstellen und wird bei Zieglers einquartiert – gegen den Willen von Dieter, der jedoch nicht ahnt, dass es sich um eine Frau handelt. Zu allem Übel kommt die neugierige und geschwätzige Briefträgerin Helga (Christa Ligthart) kaum mit dem Verbreiten von Neuigkeiten nach („Dat möt ick sofort in'n Schlachterladen vertelln").

Ob nun die Heilquelle den ersehnten Reichtum bringt, ob Franziska doch noch Chancen bei Dieter hat oder ob es „anners kummt at man denkt", davon können sich Theaterfreunde bei den nächsten Aufführungen überraschen lassen.

Einmal mehr begeisterte Christa Ligthart als redselige Briefträgerin, die überall ihre Nase drin hat. Ebenso Gerda Klinkebiel, die als schwerhörige Oma alles falsch verstand und beim Publikum für viel Heiterkeit sorgte. Aber auch die anderen Akteure sowie die vier Debütanten Mark Töben, Marion Brötzmann, Giesela und Gerd Diers ernteten viel Szenenapplaus. Vor und hinter der Bühne sorgten Helga Diers und Christa Bredehorn (Topustersche) sowie Anne Ohliger (Maske und Frisuren) für einen reibungslosen Ablauf.

Noch freie Plätze gibt es für die Aufführungen am 11., 13., 14., 17. und 18. März. Kartenbestellungen bei Annelene und Walter Logemann unter 04488-9312.