HALSBEK - „So wat at dit Johr hett dat hier at Theater noch nich gäven“, macht Walter Logemann, Vorsitzender des Halsbeker Heimatvereins, in seiner Begrüßung neugierig. Am Wochenende feierte das Halsbeker Späälköppel im vollbesetzten Heimathaus eine glänzende Premiere.
Die Zuschauer waren von der Inszenierung des Dreiakters „De Hochtiedsfrack“ aus der Feder von Günter Drewes begeistert. Viel Szenenapplaus und ein tosender Schlussbeifall waren der Dank an die Akteure und an Späälbaas Edith Janßen.
Spritzige Wortwechsel, amüsante Spielszenen und auch drollige Versprecher – „Nachdishkobellampen“ – strapazierten das Zwerchfell der Zuschauer.
„Ick weer fröher achte veele Frolü achteran – ick weer de flotte Johann“, brüstet sich Bürgermeister Johann Steen (Diedrich Diers). Doch mit seinem Nachbarn ist er schon lange verfeindet, und sogar nach dessen Tod geht der unerbittliche Kampf mit Tochter Tina Hansen (Marion Brötzmann) weiter. Es tauchen die ersten Schwierigkeiten auf, denn Theo (Mark Töben), Sohn von Johann und Luise, ist schwer in Tina verliebt. Dann kommt das nächste Übel: Johanns Frau Luise (Gerda Klinkebiel) verschenkt seinen alten Hochzeitsanzug, in dem sich sein schriftliches Heiratsversprechen befindet, nun genau an seine frühere Jugendliebe Anna Inken (Alma Ernst) – doch Luise „rettet“ zufällig das Schriftstück.
Anna glaubt nämlich fest daran, dass sie in ihrer Jugend vom damals „flotten“ Johann ein schriftliches Heiratsversprechen erhalten habe, das aber angeblich verloren ging. Doch anfangs scheint ihr keiner zu glauben. Johann vermutet das besagte Schriftstück im bereits verschenkten Anzug und setzt alles dran, diesen „Hochtiedsfrack“ zurück zu bekommen und steigt sogar nachts bei Anna Inken ein. Es kommt zum Kampf, und Johann zieht arge Blessuren davon. Jetzt wird es richtig turbulent im Hause Steen. . .
