HALSBEK - Die Spannung steigt: Die ersten sieben Teilnehmer haben ihre Plätze eingenommen, ihr Spinnrad vor sich und den Anfangsfaden und zehn Gramm Schafwolle konzentriert im Blick. Charlotte Ende, zweite Vorsitzende des Heimatvereins Halsbek, gibt das Kommando zum Start. Nun gilt es, innerhalb von 15 Minuten einen möglichst langen Faden zu spinnen.
Im Heimathaus Halsbek wurde am vergangenen Sonntag das 25-jährige Bestehen der Spinngruppe mit einem Wettspinnen gefeiert. Gruppen als auch Einzelpersonen aus Wiefelstede, Rastede, Sengwarden, Oldenburg, Kirchhatten, Friedeburg und Seefeld waren der Einladung der Halsbeker Spinngruppe gefolgt. „Wi maokt Wettspinnen hebb ick spontan to Walter seggt“, lacht Gerda Klinkebiel, langjährige Leiterin, denn im Jubiläumsjahr des Heimatvereins sollte sich in jedem Monat eine Gruppe mit ihrem Angebot präsentieren. Die Spinngruppe war die erste Gruppe, die ins Leben gerufen wurde, und feiert in diesem Jahr ebenfalls das 25-jährige Bestehen.
So wetteiferten insgesamt 27 Frauen und Männer – teilgenommen haben auch zehn Frauen der Halsbeker Spinngruppe, allerdings ohne Wertung – am eigenen Spinnrad um den längsten Faden. Am Ende hieß die Siegerin Renate Strempel, Oldenburg, die 44,05 Meter gesponnen hatte. Den zweiten Platz belegte Gerd Hiljegerdes, Wiefelstede, mit 42,04 Metern, gefolgt von Beka Rewerts aus Friedeburg mit 41,24 Metern.
Mit Gutschein oder Blumenstrauß wurden die ehemaligen Leiterinnen Käthe Lübkemann und Gerda Klinkebiel, die inzwischen seit gut 20 Jahren die Spinngruppe leitet, geehrt. Für das verstorbene Gründungsmitglied Mathilde Meinen nahm Sohn Dieter den Gutschein entgegen. „Ji hebbt dat ole Handwark woller upleben laten un plägt de Tradition“, lobte Walter Logemann, Vorsitzender des Heimatvereins, das Engagement der Halsbeker Spinnfrauen.
des Heimatvereins Halsbek trifft sich alle 14 Tage mittwochs von 18 bis 20 Uhr im Heimathaus. Neue Mitglieder sind jederzeit herzlich willkommen.
bei Logemann (04488 – 9312) oder Gerda Klinkebiel (04488 – 2719).
