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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Musik: Abschied von einem Stück Radio-Bremen-Geschichte

18.10.2017

Hamburg /Bremen Genau 40 Jahre lang begleitete er als Pianist die Fernseh-Talkshow „3nach9“: Jetzt ist Gottfried Böttger am Montag in Hamburg im Alter von 67 Jahren an einer Krebserkrankung gestorben, wie Radio Bremen am Dienstag mitteilte.

„Wenn Gottfried Böttger im Studio am Klavier saß, war ,3nach9‘-Zeit. Er hat sie unmittelbar miterlebt, die Gespräche mit mehr als 3000 Gästen und über 40 Moderatoren, und nationale und internationale Stars am Klavier begleitet. Er war und ist ein Stück Radio-Bremen-Geschichte“, sagte Fernsehchef Thomas von Bötticher.

Der Musiker zählte in den 1970er Jahren mit zur legendären „Hamburger Szene“. Zusammen mit Udo Lindenberg, Marius Müller-Westernhagen und Otto Waalkes wohnte er in der „Villa Kunterbunt“ in Winterhude. Genau 40 Jahre lang begleitete Böttger als Pianist die Talkshow „3nach9“ von Radio Bremen – kurz vor seinem 65. Geburtstag hatte er Abschied von der Sendung genommen.

Bereits mit sechs Jahren nahm Böttger Klavierunterricht, nachdem er seiner Mutter zu Weihnachten die erste eigene Komposition geschenkt hatte: „eine Variation von Hänschen klein“. Bald trat der Hamburger Jung in einem öffentlichen Konzert auf, auch ein Junge namens Justus Frantz (später Stardirigent) war damals dabei.

Später gründete Böttger die Jazz-Pop-Gruppe Leinemann (1969) und das Panikorchester (1973) mit, war Teil der „Rentnerband“, nahm als Boogie-Woogie- und Ragtime-Pianist zahlreiche Schallplatten auf und schrieb TV-Musik. Seit 1997 lehrte Böttger als Dozent für Mediendidaktik im Fachbereich Informatik an der Fachhochschule Anhalt. Im Wintersemester 1999/2000 wurde er zum Professor ernannt.

Von 1974 bis 2014 begleitete der Pianist dann die Radio-Bremen-Talkshow und sorgte für den unverwechselbaren „3nach9“-Sound. Er spielte mit Stars wie Klaus Doldinger, Tom Jones, Sting, Lindenberg, Peter Maffay und dem Klassik-Pianisten Lang Lang.

Als er sich im November 2014 nach 40 Jahren aus der monatlich freitagabends im NDR-Fernsehen ausgestrahlten Sendung verabschiedete, sei dies nicht wegen des 65. Geburtstages geschehen, betonte er. „Wenn man 40 Jahre in derselben Sendung spielt – das ist nicht zu übertreffen.“ Er habe über seinen Abschied von dieser prägenden Zeit selbst entscheiden wollen.

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