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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Literaturwelt trauert um Brigitte Kronauer

24.07.2019

Hamburg Die Schriftstellerin und Büchnerpreisträgerin Brigitte Kronauer ist tot. Sie sei am Montagvormittag in Hamburg im Alter von 78 Jahren nach langer und schwerer Krankheit gestorben, sagte eine Sprecherin des Verlages Klett-Cotta am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Mit Romanen wie „Frau Mühlenbeck im Gehäus“, „Teufelsbrück“ und „Der Scheik von Aachen“ zählte die vielfach ausgezeichnete Kronauer zu den wichtigsten deutschsprachigen Gegenwartsautorinnen. Marcel Reich-Ranicki nannte sie einst „die beste Prosa schreibende Frau der Republik“. Rezensenten lobten oft den Blick der Schriftstellerin für kleinste Dinge und Regungen beim Schreiben über große Themen. Sie selbst blieb dabei bescheiden. Geschichten seien „Bestandteil meiner Existenz“, sagte die Wahl-Hamburgerin dazu.

Kronauer wurde 1940 in Essen geboren. Für sie war das Schreiben von Kindesbeinen an eine Leidenschaft, die sie nicht wieder losgelassen hat. Angefangen hatte alles mit ein paar Fingerübungen. Weil ihrem Vater ihre Schrift zu unleserlich war, musste das in Essen geborene Mädchen Schönschreibübungen machen. Ihr erster Roman, „Frau Mühlenbeck im Gehäus“, erschien 1980. Es folgten fast ein Dutzend weitere Romane und zahlreiche Erzählungen. Zu ihren bedeutendsten Werken gehören dem Verlag zufolge „Teufelsbrück“ (2000) , „Verlangen nach Musik und Gebirge“ (2004), „Errötende Mörder“ (2007), „Gewäsch und Gewimmel“ (2013) und „Der Scheik von Aachen“ (2016).

2005 wurde Kronauer von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung der Georg-Büchner-Preis verliehen, die renommierteste deutsche Literaturauszeichnung. Zu ihren weiteren Ehrungen zählen der Heinrich-Böll-Preis, der Joseph-Breitbach-Preis, der Jean-Paul-Preis und der Thomas-Mann-Preis.

Und nicht nur den Traum des Schreibens hat Kronauer für sich wahr gemacht. Sie wollte auch immer gern nach Hamburg ziehen und dort leben und schreiben. „Ich bin noch zwischen Kriegstrümmern groß geworden – da habe ich mir als kleines Mädchen ausgemalt, einmal in Hamburg zu leben“, erzählte sie 2015 der dpa. „In einer Stadt am Strom mit weißen Villen und Segelbooten, das erschien mir paradiesisch.“

Am 9. August sollen Brigitte Kronauers Romangeschichten „Das Schöne, Schäbige, Schwankende“ erscheinen, wie der Verlag mitteilte. Klett-Cotta verliere mit Kronauer „eine hoch geschätzte Autorin, die den Verlag nachhaltig geprägt“ habe, hieß es.

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