• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Kultur

Rentner auf Beutezug im Diamantenviertel

24.04.2019

Hamburg 200 Millionen britische Pfund – so viel erbeuteten Gangster vor vier Jahren im Londoner Diamantenviertel beim sogenannten Hatton Garden Raub. Es war einer der spektakulärsten Kriminalfälle der britischen Geschichte: So viel wurde bislang bei keinem anderen Beutezug im Vereinigten Königreich ergaunert. Doch nicht nur das: Die Haupttäter waren allesamt im Seniorenalter. Genau diese Geschichte bringt Regisseur James Marsh nun mit „Ein letzter Job“ ins Kino.

Brian Reader (Michael Caine) war einmal einer der angesehensten Verbrecher Großbritanniens. Nun aber hat er seine besten Jahre hinter sich. Seit seine geliebte Ehefrau gestorben ist, hat er sämtliche Lebensfreude verloren. Auch die Gesundheit macht langsam nicht mehr mit. Dann aber beschließen vier seiner ebenfalls im Rentenalter angekommenen Räuberkollegen, noch einmal einen Coup zu wagen: Terry (Jim Broadbent), Kenny (Tom Courtenay), Danny (Ray Winstone) und Carl (Paul Whitehouse) wollen gemeinsam mit Brian einen Safe im Londoner Diamantenviertel aufbrechen und sich auf die alten Tage noch einmal bereichern.

Mit Basil (Charlie Cox) holen sie sich einen Neuling mit ins Boot, der ihnen bei Fragen zu moderner Sicherheitstechnologie mit Rat und Tat zur Seite stehen soll. Doch nicht nur der Raubzug an sich gestaltet sich unerwartet schwierig und ist von Pannen übersät. Ist die Bande erst einmal an ihre Beute gelangt, fangen die Probleme erst an.

Regisseur James Marsh befasst sich in „Ein letzter Job“ vor allem mit dem Coup an sich und wendet viel Zeit dafür auf zu zeigen, wie es den Verbrechern damals gelingen konnte, unterirdisch in den stark gesicherten Tresor einzubrechen und die Beute an die Erdoberfläche zu transportieren. Doch so spektakulär die Vorlage und so vielversprechend die prominente Besetzung ist, so enttäuscht der Film leider doch. Für eine Komödie ist „Ein letzter Job“ viel zu unlustig und für einen Krimi oder gar Thriller zu keinem Zeitpunkt spannend genug. Das liegt unter anderem am ziemlich behäbigen Schnitt, der dem Film Dynamik nimmt.

Das gilt auch für die Darsteller, die zwar allesamt namhaft sind, in Marshs Rentnerkomödie allerdings so hüftsteif aufspielen, als wäre ihnen die Lust an alledem schon lange abhandengekommen.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.