Hamburg - Die Zukunft der Hamburger Kammerspiele ist für weitere zehn Jahre gesichert. Der Mietvertrag für das traditionsreiche Privattheater wurde im August entsprechend erneuert, teilte jetzt Intendant Axel Schneider mit. „Das ist ein wichtiges Signal für die Zukunft“, sagte Schneider, der das Theater im Hamburger Stadtteil Rotherbaum seit 2003 leitet. „Ich finde, Theater ist etwas sehr Wichtiges, vor allem für die jüngere Generation“, ergänzte Unternehmer Jürgen Hunke, der das Haus vor 21 Jahren von der Stadt gekauft hatte.

Seit 1903 war die ehemalige Villa ein Mittelpunkt der jüdischen Gemeinde im Grindel-Viertel. Seit 1941 diente das Haus den Nationalsozialisten für die einsetzenden Deportationen. Nach 1945 hatte die Jüdin Ida Ehre die Bühne wieder eröffnet, die sie bis zu ihrem Tod 1989 leitete.