HAMBURG/HANNOVER - Kooperiert wurde mit der Bundesagentur für Arbeit. Sender wiesen die Vorwürfe zurück.
Von Marco Seng
und unseren Agenturen
HAMBURG/HANNOVER - Öffentlich-rechtliche Fernsehanstalten haben laut Medienmagazin „Zapp“ von Bundeseinrichtungen Zuschüsse für Magazinbeiträge im TV erhalten. So hätten die Bundesagentur für Arbeit (BA) und die Deutsche Rentenversicherung (DRV) u. a. Magazinbeiträge für Sendungen wie „Volle Kanne“ (ZDF), „Jojo – das Jobjournal“ (MDR) und „Arbeitsmarkt aktuell“ (RBB) mitfinanziert. Die betroffenen Sender distanzierten sich von der Darstellung. Neben dem ZDF habe auch der Rundfunk Berlin-Brandenburg inzwischen die Zusammenarbeit beendet, bei der insgesamt 350 000 Euro an die Sender geflossen sein sollen. BA-Sprecher John-Philipp Hammersen sagte, seine Behörde habe für solche Zwecke einen Jahresetat von rund zwei Millionen Euro. „Manchmal muss man vielleicht ein bisschen nachhelfen, damit das in den Redaktionen als Thema so gesehen wird.“Der Medienexperte Stefan Müller-Doohm sieht eine „Grenze überschritten“. In scharfer Form kritisierte er die „bezahlte Propaganda“. Als „völlig inakzeptabel“ bezeichnete die Medienexpertin der SPD-Landtagsfraktion, Amei Wiegel, die Finanzierung. NDR-Intendant Jobst Plog lehnte eine Stellungnahme ab.
Kommentar, s.4
Kultur, s.12
