Wildeshausen - Mit der Hamburger Formation „Schreveport Rhythm“ stand im historischen Rathaussaal ein junges Swing-Quartett vor den Wildeshauser Jazzfreunden. Vorsitzender Jörg Skrzippek kündigte die Hanseaten vor den vollen Zuschauerreihen als furioses Swing-Quartett an. Eine Bezeichnung, die die Band unter dem Motto „Hot and Swing at its best from Hamburg“ gleich mehrfach unter Beweis stellte.
Helge Sachs (Klarinette und Tenorsax), Markus Pohle (Piano), Andreas Nolte (Gitarre) und Matthias Friedel (Schlagzeug) machten gleich von Anfang an klar, dass sie Könner in der Swing-Jazz-Szene sind. Nicht nur, dass der Bandname “Shreveport Rhythm”, benannt nach der drittgrößten Stadt in Louisiana und der Komposition von Jelly Roll Morton „Shreveport Stomp“, entstand, sondern das Swing-Quartett setzte gleich zu Beginn nach der Begrüßung durch Skrzippek mit seiner Bühnenpräsenz, den Kommentaren und der Ausführung ein Ausrufezeichen.
Nicht umsonst zählt „Shreveport Rhythm“ zu einer der innovativsten Jazzcombos zwischen Hot-Jazz und Swing in Deutschland. Bis zur Pause zogen Helge Sachs und seine musikalischen Mitstreiter alle Register musikalischer Raffinesse und steigerten ihr Programm zu heißen Arrangements, mit rhythmischem Drive und witzigem Entertainment. Zugleich traten sie damit den Beweis an, dass traditioneller Jazz der 20er bis 40er Jahre Musikbegeisterte aller Generationen mitreißen kann, wenn die Ausführung stimmt, so wie es an diesem Abend in der Kreisstadt Wildeshausen der Fall war. Entsprechend ging das Publikum mit.
In den zwei Pausen zwischen den drei Sets, wussten die Hamburger sich ebenfalls gut in Szene zu setzen. Zu erwerben war die handgezeichnete aktuelle CD und auch der eine oder andere Plausch blieb nicht aus. Das alles bei einem Glas Wein oder anderen Getränken. Ein wiederholenswerter Konzertabend bei der vorletzten Veranstaltung der Jazzfreunde Wildeshausen in diesem Jahr.
Zum Jahresabschluss wird am 5. Dezember das nicht nur in Wildeshausen mittlerweile sehr gute bekannte Frank Muschalla Trio erwartet. „Ein Jazz-Knaller der Spitzenklasse zum Abschluss des Jahres“, versprach der Vorsitzende.
