Hude - Pflege wird nach Ansicht von Experten zum erwartbaren Regelfall im Familienzyklus. Mit anderen Worten: Es wird fast jeden treffen. Aber so vorhersehbar der Pflege- zum Normalfall wird, so hart, manchmal schleichend, oft überraschend trifft er die Angehörigen. Um die Betroffenen darauf vorzubereiten, bietet die Huder Diakonie-Sozialstation in Zusammenarbeit mit der AOK einen Basiskurs für pflegende Angehörige an, der unter dem Motto „Damit Pflege nicht zur Last wird“ steht.

Der Kurs beginnt am Montag, 4. November, in der Diakonie-Sozialstation (Parkstraße 52) und erstreckt sich über acht Nachmittage – montags (am 4., 11., 18. und 25. November), mittwochs (am 13., 20. und 27. November) und einmal donnerstags (7. November), jeweils von 16 bis 18 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei, auch für Nichtmitglieder der AOK. Es stehen 15 Plätze zur Verfügung.

Diakonie-Sozialstation und AOK geht es darum, Angehörigen frühzeitig Entlastungsmöglichkeiten aufzuzeigen, damit Oma oder Opa zu Hause betreut werden können. Denn: „Wer will schon gerne ins Heim? Ambulant geht vor stationär“, betont die Pflegedienstleiterin der Diakonie-Sozialstation, Elisabeth Loch, die den Kurs zusammen mit Imke Högermann von der AOK leitet. „Viele Menschen holen sich zu spät Hilfe“, weiß Elisabeth Loch. Es sei wichtig, sich rechtzeitig zu informieren.

Neben den Grundkenntnissen der Pflege werden den Teilnehmern auch rechtliche Aspekte der Pflegeversicherung und Versorgungsangebote erläutert.

Schwerpunkte sind das Lagern und Bewegen der Pflegebedürftigen, der Umgang mit Arzneimitteln, das Thema Ernährung und Inkontinenz sowie Sturzprävention, Körperpflege und Krankenbeobachtung. Auch auf Fragen und Wünsche werde man eingehen. „Wir richten uns nach den Bedürfnissen der Teilnehmer“, so Imke Högermann. Es können auch individuelle Pflegesituationen besprochen werden, auch Wunsch auch zu Hause.

Der Kurs beinhaltet viele praktische Elemente: So wird beispielsweise ein Pflegebett benutzt, mit dem gezeigt wird, wie ein Patient richtig gelegt und bewegt wird.

Für Anmeldungen und weitere Informationen stehen Imke Högermann unter t    0 42 21/10 14 83 77 und Elisabeth Loch unter t    0 44 08/60 70 7 zur Verfügung.