Wildeshausen - Am Giebel der Diskothek hängt noch der alte Schriftzug: Fun Factory. An der Mauer darunter haben am Mittwoch die beiden Monteure Alfred Telkmann und Gerd Schaue die Leuchtreklame mit dem Namen des neuen Clubs angeschraubt: „5 Elements“.

Hinsichtlich eines Eröffnungstermins ist Geschäftsführer Lars Ossenbeck (33) aber noch zurückhaltend. „Schauen Sie sich drinnen um. Der neue Club ist noch eine Großbaustelle.“

In der Tat: Im Gebäude am Wildeshauser Umspannwerk sind zahlreiche Handwerker zugange. Es wird gesägt, geschraubt, gebohrt und montiert. In allen Räumen herrscht Hochbetrieb. An zehn Gewerken wird inzwischen gleichzeitig gearbeitet.

Seit Anfang Januar laufen die Bauarbeiten. „Das Gebäude ist quasi komplett entkernt worden“, erklärt Ossenbeck, dessen Vater Franz vor gut 20 Jahren Mitbegründer der Fun Factory war und dem das Gebäude immer noch gehört. „Wir haben allein eine Tonne an Kabeln der alten Licht- und Soundanlage aus dem Gebäude gezogen“, nennt Club-Mitarbeiter René Reichelt ein Beispiel.

Das Gebäude werde energetisch, technisch und optisch auf den neuesten Stand gebracht. Die neue Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ist installiert. Unter der Decke hängen die neuen Scheinwerfer und Lautsprecherboxen – alle noch in Folie verpackt.

Geblieben ist die Raumaufteilung. „Die Wände haben wir nicht angerührt“, sagt Ossenbeck. Aus der Raumaufteilung sei auch der neue Name „5 Elements“ entstanden. „Der Club hat fünf unterschiedlich große Bereiche“, sagt Ossenbeck. Er lehnt das Wort Diskothek ab, weil es inzwischen ein Schimpfwort sei und gedanklich mit den Spaßveranstaltungen der 90er Jahre verknüpft werde. Der 33-Jährige spricht lieber von seinem neuen Club: „Heute wollen die Leute alles etwas gemütlicher haben, nicht mehr so viel Klamauk“, meint Ossenbeck. „Diese Erfahrung haben wir im Alando Palais gemacht“. Franz Ossenbeck ist Miteigentümer des Clubs in Osnabrück.

Gerne hätte Lars Ossenbeck den Namen Fun Factory weitergeführt. „Der Name ist zwischen München und Hamburg bekannt und konnte zu einer Marke aufgebaut werden.“ Doch in den vergangenen Jahren hätten die vorherigen Discobetreiber das Image derart beschädigt, dass der Name keine Zukunft habe.

Ossenbeck junior will jetzt nur nach vorne schauen. „Wir haben gesagt, dass wir im Frühling 2016 den neuen Club eröffnen. Der Frühling hat gerade begonnen und dauert drei Monate“, sagt Ossenbeck und macht sich wieder an die Arbeit. „Es gibt noch viel zu tun bis zur Eröffnung.“

Christoph Koopmeiners Redaktion Cloppenburg