HANNOVER - HANNOVER/DPA - Nach einer Schönheitskur für Schloss Marienburg gewährt die Welfenfamilie um Ernst August Prinz von Hannover neue Einblicke in das höfische Leben des 19. Jahrhunderts.
Eine Auktion tausender Kunstschätze hatte im vergangenen Herbst internationale Aufmerksamkeit und viele Millionen eingebracht. Mit einem Teil des Geldes nahm das Adelshaus die Renovierung des neugotischen Schlosses bei Hannover in Angriff. Heute eröffnet das Museum in der Marienburg – dem Stammsitz der Welfen – neu und soll zu einer Touristenattraktion werden.
Die Besucher können bisher nicht zugängliche Gemächer mit kostbaren Möbeln, Gemälden, Uniformen und Tafelsilber besichtigen. „Wir wollen die Marienburg zu einem touristischen Highlight in Norddeutschland machen“, sagte Schlossverwalter Mauritz von Reden am Freitag, als er die neu gestalteten Schlossräume vorstellte. Er erhofft sich rund 60 000 Besucher in diesem Jahr, 15 000 mehr als bisher.
Mit dem Reinerlös aus der Auktion in Höhe von rund 37 Millionen Euro gründete das Welfenhaus eine Stiftung mit Sitz in Oberösterreich, die dem Erhalt der Besitztümer in Deutschland und Österreich dienen soll. Das Schloss wolle die Adelsfamilie auch weiterhin für private Anlässe nutzen, so Schlossverwalter von Reden.
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