HANNOVER - Die Idee des Künstlers Gregor Schneider (39), einen Sterbenden im Museum auszustellen, hat, so die Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Petra Bahr, eine wichtige Debatte ausgelöst. „Immerhin hat er die Diskussion auf einen blinden Fleck in der Gesellschaft gelenkt. Das ist mehr, als Kunst oft erreicht“, sagte sie.

Schneiders Idee stoße nicht nur an ein Tabu, sondern auch an etwas Verdrängtes. „Wir machen uns zu wenig Gedanken über die Begleitung von Sterbenden. Wer sich über den Künstler aufregt, muss sich fragen lassen: An welchen Orten richten wir denn Sterbezimmer ein, in denen die ,Kunst des Sterbens“ geübt wird?“