HANNOVER - HANNOVER/DPA - Patienten müssen sich in niedersächsischen Arztpraxen auf längere Wartezeiten bei ambulanten Operationen einstellen. Operateure wie Chirurgen, Frauenärzte und Hals-Nasen-Ohrenärzte könnten wegen Honorarkürzungen nicht mehr kostendeckend arbeiten, sagte der Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN), Detlef Haffke, am Dienstag in Hannover. Der Landesvorsitzende des Berufsverbandes der Deutschen Chirurgen, Peter Kalbe, kündigte an, nicht akute Operationen zu verschieben oder an die Krankenhäuser abzugeben. Die AOK Niedersachsen wies die Forderung zurück, Krankenkassen sollten mehr Geld für ambulante Operationen bereitstellen. Derzeit könnten die etwa 320 niedergelassenen Chirurgen in Niedersachsen mit ihrem Honorar nicht einmal ihre Betriebskosten decken.