HANNOVER - Der Anspruch für die demnächst in Hannover gezeigte Schau „Made in Germany“ ist groß: Für Gegenwartskunst einen Qualitätsmaßstab zu setzen. Die drei Ausstellungshäuser Kunstverein, Sprengelmuseum und Kestner-Gesellschaft haben jetzt die Teilnehmerliste veröffentlicht, die Namen von 52 Künstlern enthält. Einige sind schon überregional bekannt wie der Installationskünstler Michael Beutler. Wenn Veranstaltungen wie die „documenta 12“ oder das Skulpturen-Projekt Münster im Juni eröffnet werden, ist Hannovers Mammut-Schau schon zugänglich. Als Muss für Kulturreisende wird sie auf die Großereignisse einstimmen, vielleicht sogar für Wochen in Konkurrenz dazu treten.
Die Veranstalter wollen das Niveau der künstlerischen Standorts Deutschland dokumentieren. Die Kuratoren meinen mit „Made in Germany“ nicht den ökonomischen Qualitätsbegriff, sondern das Land mit dem Standort der ausgewählten Künstler. Die Namensliste verrät auch die Qualität der Ausstellungsarbeit in Oldenburg, denn einige Künstler wie Beutler, Candice Breitz, Christoph Girardet, Daniel Roth oder Thomas Zipp hatten hier Präsentationen. – Die Schau läuft vom 24. Mai bis zum 26. August.
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