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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Grüne kritisieren Welfen-Auktion

15.01.2019

Hannover Die Grünen im niedersächsischen Landtag haben weiter Zweifel am geplanten Kauf der Marienburg bei Hannover durch das Land. Eine Tochterfirma der landeseigenen Klosterkammer sollte das Schloss mit einem geschätzten Sanierungsbedarf von mindestens 28 Millionen Euro Ende 2018 für einen Euro kaufen – wegen eines Familienstreits zwischen Ernst August von Hannover senior und seinem Sohn liegt der Deal derzeit auf Eis.

In einer Anfrage an die Landesregierung wollen die Grünen nun wissen, ob sich die Welfen in den vergangenen Jahren nach dem Motto „Adel verpflichtet“ selbst um den Erhalt des Kulturdenkmals bemüht haben. Hintergrund ist eine Versteigerung von Kunstgegenständen aus dem Schloss im Jahr 2005. Damals nahm das Adelsgeschlecht mit dem Verkauf von 20 000 Objekten nach Medienberichten satte 44 Millionen Euro ein, abzüglich einer Provision an das Auktionshaus Sotheby’s sollen bis zu 37 Millionen Euro bei den Welfen verblieben sein. Und die wollten das Geld einem Vorwort des Versteigerungskatalogs zufolge „zur Erhaltung der historischen Substanz“ der Marienburg und des Fürstenhauses in Hannover-Herrenhausen verwenden. Nach kürzlich erfolgter aufwendiger Sanierung sieht die Marienburg aber nicht aus. Grünen-Haushaltsexperte Stefan Wenzel glaubt an eine Vorzugsbehandlung der rot-schwarzen Landesregierung für das Haus Hannover. Und die lehnt er ab. „Die Sonderrechte des Adels wurden 1918 abgeschafft. Deshalb müssen die Eigentümer der Marienburg heute vom Staat genau so behandelt werden wie alle anderen Bürgerinnen und Bürger auch“, sagte er.

Immerhin gebe es in Niedersachsen sehr viele erhaltungswürdige Kulturdenkmale. „Die Priorität bei öffentlicher Förderung muss sich nach der Bedeutung und der Dringlichkeit der Erhaltungsmaßnahmen richten und nicht nach dem Namen des Eigentümers“, ergänzte Wenzel. Dem zuständigen Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) legt Wenzel den geordneten Rückzug nahe: „Ich hoffe, dass die Landesregierung das Thema vom Tisch nimmt – egal wie der Streit im Haus Hannover ausgeht“.

Klaus Wieschemeyer Korrespondent / Redaktion Hannover
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