HANNOVER - Ein Rechenfehler bringt die 25 Millionen Euro teure Erweiterung des Sprengel Museums Hannover ins Stocken. Bei dem Projekt vergaß die niedersächsische Landeshauptstadt den üblichen Index für steigende Baukosten wie Löhne oder Material einzuberechnen. Damit fehlen für das Projekt mindestens 2,5 Millionen Euro. Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) sieht die Stadt in der Pflicht. „In einem Briefwechsel an den Oberbürgermeister hat die Ministerin klar zum Ausdruck gebracht, dass einiges optimiert werden muss“, sagte Ministeriumssprecher Rüdiger Fischer am Dienstag.

Die Stadt als Bauherrin machte zu den Kosten keine Angaben. Es herrsche Einvernehmen zwischen Stadt und Land, dass das Projekt fortgesetzt werden solle. Das Museum benötigt den Anbau, um seine hochkarätige Sammlung mit Meisterwerken der Klassischen Moderne besser zu präsentieren. Nach den Planungen beteiligen sich Stadt und Land mit jeweils fünf Millionen Euro an den Kosten von insgesamt 25 Millionen Euro für den Anbau. Zehn Millionen Euro sollen aus dem Fördertopf der EU fließen, weitere fünf Millionen durch private Sponsoren eingeworben werden.

Bereits bei den Planungen für das Museum im Schloss Herrenhausen, das bis Ende 2013 wieder aufgebaut wird, war der Stadt Hannover ein peinlicher Rechenfehler unterlaufen. Hier hatten sich unter anderem die geplanten Personalkosten mehr als verdoppelt.