HANNOVER - Das erste Interkulturbarometer, eine Studie des Bundes sowie der Länder Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zur kulturellen Identität und Teilhabe der Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, ist jetzt von Wissenschaftsministerin Dr. Johanna Wanka (CDU) und der Uni Hildesheim vorgestellt worden. Daraus geht unter anderem hervor, dass die Befragten sich für mehr Kulturbesuche sowie die vermehrte Einbindung von Künstlern und Kunst aus den Herkunftsländern der Migranten aussprechen.
Besonders die migrantische Bevölkerung betont demnach die Notwendigkeit von mehr Kulturangeboten in ihrer Sprache. Das gilt gerade für die Migranten der ersten Generation sowie Menschen mit russischer und türkischer Herkunft.
Dagegen zeigte die deutschstämmige Bevölkerung wenig Interesse an Kunst und Kultur aus typischen Migranten-Herkunftsländern, vor allem aus dem islamisch geprägten Kulturraum. 23 Prozent der Befragten bemängelten die schwierige Erreichbarkeit von Kulturzentren. Besser beurteilt als im Bundesdurchschnitt werden die kulturellen Bildungsangebote in der Schule. Da greife besonders das Musikalisierungs-Programm; in der dritten Migrantengeneration habe ein überproportionaler Anteil schon einmal musiziert, heißt es.
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