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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Cello-Welle der 60er Jahre schwappt wieder hoch

02.04.2019

Hannover Andre Saad spielt nicht nur so schön Cello wie kaum ein anderer in Oldenburg. Er hat auch eine seherische Gabe. „Es gibt heute nicht nur viele Cellisten“, hat der Solocellist des Staatsorchesters gesagt, als das Cello im vorigen November zum Instrument des Jahres 2018 gekürt wurde, „es gibt heute überhaupt nur noch gute Cellisten, die Ausbildung hat sich unglaublich verbessert.“

Das stimmt offenkundig. In Hannover ließ sich die Jury beim Landesentscheid des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ zunehmend begeistern. So viele Cellistinnen und Cellisten hatte es seit einer Cello-Welle in den 60er Jahren nicht mehr gegeben. Ihr Niveau beim 56. Landeswettbewerb war so beeindruckend, dass 17 jugendliche Könner auf dem vielseitigen Instrument, neun Jungen und acht Mädchen, zum Bundesentscheid nach Halle/Saale vom 6. bis 13. Juni weitergeleitet wurden. Neben den Cellisten beeindruckten in der Hochschule für Musik und Theater die Pop-Sängerinnen und -Sänger sowie die Percussionisten.

Aus dem Nordwesten wurden für den Bundesentscheid benannt, zum Teil in Duos oder Ensembles, aus Oldenburg: Jakow Pavlenko (Violine), Tom Gramsch, Jelde Steffens (Gitarre), Charlotte Kohne, Julian Schröder (Blockflöte), Eilika Hempel, Arne Dunkhase (Cembalo), Arved Burggräf (Percussion), Jannis Leinweber (Kontrabass), Marieke Pieper, Lea Schröder (Oboe), Caroline Renz, Lucas Reid (Cello), Mathis Kohne (Schlagzeug); aus Ganderkesee: Felix Bigirwa Rutayungwa (Schlagzeug), Philipp Wessolowski (Cello), Jelde Kohlschein (Klavierbegleitung); aus Kirchhatten: Jördis Rebecca Campe (Klarinette), Oskar Campe (Violine). Weiter: Linus Reil (Friedrichsfehn/Gitarre), Elena Meyer (Emden/Violine), Sarah und Lea Weiss (Harfe/Ihlow).

Im Hintergrund machen schon ganz junge Talente auf sich aufmerksam. So erreichte die Geigerin Sofija Pavlenko (Jahrgang 2008) die Höchstwertung von 25 Punkten. Für die Oldenburgerin endete aber in der Altersklasse II der Wettbewerb noch mit dem Landesfinale.

Haben die vorgeschalteten Regionalentscheide junge Talente oft vor allem für den Wettbewerb ermuntert, so schafft der Landesentscheid schon einen hohen Wettkampfdruck. Der Bundeswettbewerb erweist sich dann als herausfordernde Leistungsschau. Viele namhafte Künstler führen später noch gern den Bundessieg in ihrer Vita an.

„Diesmal liegen wir bei 500 Teilnehmern sogar etwas über unserem Schnitt von 150 Weiterleitungen“, erläutert Meike Schendler, die Referentin für instrumentales Musizieren beim veranstaltenden Landesmusikrat. „Niedersachsens Erfolgsbilanz im Bundesfinale ist solide.“ Am besten schneiden zuverlässig die süddeutschen Länder ab. Woran das liegt? Schendler: „Es gibt unterschiedliche Finanzstrukturen. Und der Süden hat einfach mehr Geld für Musik.“

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