Harmenhausen - Längst sind die Heißenhubers mit ihren immer wieder neuen Ideen und der Verwendung unterschiedlichster Materialien in der Kunstszene kein Geheimtipp mehr. Und die vielen Fans, die die Harmenhauser Künstlerfamilie inzwischen hat, würden sich sicherlich anrempeln, wenn es nur einen Tag der offenen Tür im Jahr geben würde. Darum öffneten Elfi und Wolfgang Heißenhuber auch in diesem Jahr wieder zusammen mit Peter Ziegler und seinen „Feuerholz-Brennobjekten“ oder Spiegelmobiles eine ganze Woche lang Ateliers und Garten für alle Interessierten. Hunderte Besucher, nicht nur aus der Wesermarsch, sondern auch aus Oldenburg, Bremen, Hamburg oder Köln, kamen herbeigeströmt und ließen sich begeistern.
Nicht großartig planen, sondern daraus, was der Moment liefert, etwas zu machen, ist die Vorgehensweise des Künstlerpaares, dem sich dadurch immer wieder neue Möglichkeiten eröffnen. Vielen ausrangierten Dingen haben die beiden so schon mit jeder Menge Fantasie neues Leben eingehaucht.
Ganz neu waren dieses Mal zum Beispiel zwei große, schwere, wetterfeste Skulpturen aus edlem Schiefer – einem Material, das bei seiner Verarbeitung sehr viel Staub entwickelt. Wie sie zu dem bislang noch nicht verarbeiteten und unerwartet hartnäckigen Material kamen? „Ein herber Schlag war es für einen Bekannten, dem beim Transport die für den Fußboden gedachten Schieferplatten kaputtgingen. Mein Mann fand es viel zu schade, diese einfach zu entsorgen“, verriet Elfie Heißenhuber.
Entgegen sämtlicher Prophezeiungen von Fachleuten, die sagten, dass dies nicht funktionieren könne, wagten sich die Heißenhubers an das Schmelzen von Glas. Viele Versuche habe es gebraucht, bis das Experiment gelang. Aber das Material koste zum Glück nichts, so Elfie Heißenhuber, die es genau wie ihr Mann liebt, ihren kreativen „Spieltrieb“ auszuleben. Kombiniert mit bunten Mosaikteilchen aus Muranoglas und häufig auch einer guten Prise Humor sind so in Form von Bildern, Skulpturen oder Tabletts viele Hingucker entstanden.
