HARPSTEDT - Musik, Tanz und choreografische Kampfszenen – die Musicalaufführung der „Kirchturmspatzen“ am Sonntagnachmittag hatte alles, was zu einem Musical gehört. So verwunderte es nicht, dass die gut 100 Zuschauer am Ende nicht mit lang anhaltendem Beifall sparten und die kleinen Darsteller erst nach einer Zugabe von der Bühne entließen.
Unter der Leitung von Daniela Predescu hatten die „Kirchturmspatzen“, der Kinderchor der ev.-luth. Kirchengemeinde Harpstedt, das Musical „David und Goliath“ in den vergangenen Monaten einstudiert. Komponiert hat es Klaus Heinzmann, die Texte stammen aus der Feder von Dagmar Heinzmann-Leucke.
Aaron trifft Elkana
Das Stück erzählt die Geschichte des jungen Aaron, der von zu Hause ausgerissen ist. In einer hügeligen Landschaft – nicht weit weg von Bethlehem – trifft er unter einem Baum den alten Elkana. Schnell erfährt Aaron, dass sein Vater, Elkana und König David in jungen Jahren Spielgefährten waren. Elkana erzählt, wie David vom Propheten Samuel zum König gekrönt wurde, von dessen Kampf gegen den Riesen Goliath und vom Gottvertrauen, das David hat.
Jana Böschen als David und Anna Fassauer als Goliath spielten ihre Hauptrollen sehr beeindruckend. Die 14 kleinen „Kirchturmspatzen“ sangen, tanzten und spielten mit großer Freude. Andrea Kaldewei von der Ballettabteilung des Harpstedter Turnerbundes (HTB) hat die Choreographie des Kampfliedes „Stellt euch dem Kampf“ und dem großem Schluss-Stück „Danket Gott“ mit den Kindern eingeübt.
Spende für Stiftung
Die Kostüme nähte Kirchenvorsteherin Brigitte Wilke gemeinsam mit dem Bastelkreis. Die Stoffe dafür hatte die Kirchenstiftung der Kirchengemeinde finanziert. Anstelle eines Eintritts bat Pastor Gunnar Schulz-Achelis die Besucher um eine Spende für die Kirchenstiftung. 128,36 Euro kamen dabei zusammen. Der größte Lohn für die jungen Darsteller war aber der große Applaus, den es am Ende der gut 50-minütigen Aufführung gab.
Die „Kirchturmspatzen“ führen das Musical am Freitag, 19. Juni, um 10.15 Uhr noch einmal in der Christuskirche auf. Dann sind neben Schulen und Kindergärten auch alle interessierten Zuschauer eingeladen.
