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Benefizkonzert Hilfe mit mongolischen Klängen

Peter Kratzmann

HARPSTEDT - Rund 130 Menschen versammelten sich am Sonnabendabend in der evangelischen Christuskirche in Harpstedt, um mit Schweigeminute, Musik und Vortrag der Natur- und Atom-Katastrophe im Rahmen eines Benefizkonzertes für Japan zu gedenken.

Bevor Initiatorin Beate Schenk das eigentliche Konzert mit dem Ensemble Hosoo & Transmongolia eröffnete, stellte sie ihre Betroffenheit und damit ihre Beweggründe für den Benefizabend vor.

„Als am 11. März die Erde bebte und ein Stück der Erde zerbrach, ist seitdem nichts mehr, wie es einmal war“, erklärte Beate Schenk. Erdbeben, Tsunami und der atomare Supergau veranlassten sie, die Initiative zu ergreifen und etwas zu tun.

Entsetzen ist groß

Beate Schenk nahm Kontakt mit der Evangelischen Gemeinde Kreuzkirche in Tokio auf. Die dortige Pfarrerin Elisabeth Hübler-Umemoto schrieb ihr: „Das Entsetzen ist so groß, dass ich es nicht fühlen kann. Es passt nicht in eine Seele hinein.“

Mit dem Benefizkonzert will Beate Schenk einen Beitrag leisten, um die Not in dem fernen Industriestaat für die Betroffenen zu lindern.

Dank für Unterstützung

Dabei sprach sie Dank für die Unterstützung an die evangelische Kirche Harpstedt aus, dankte Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes und anderen, vor allem aber auch dem Ensemble Hosoo & Transmongolia. Denn die Musiker verzichteten an diesem Abend auf Gage. Gekommen war als Gast auch Wolfgang Haas, Präsident der Deutsch-Japanischen Gesellschaft zu Bremen. Er habe selber 20 Jahre in Japan gelebt und kenne die gute Erdbeben-Erziehung der Bevölkerung, die schon im Kindergarten beginnen würde. Deshalb reagierten die Japaner auch so besonnen: Man kann ja nichts dagegen tun, ist eine Volksweisheit. Dass es aber so schlimm kommen könnte, habe wohl keiner gedacht. „Das Schlimme sind die Folgen für die Kinder und auch ältere, die jetzt oft ohne Familie dastehen. Ihnen gilt die Fürsorge.“

Mit ihren Klängen von Weite und Steppenlandschaft in der Mongolei schafften es Hosoo & Transmongolia, den Blick im Geiste auf eine heile Welt zu lenken, aber auch den Opfern der Katastrophe im fernen Japan zu gedenken.

Kehlkopfgesang überzeugt

Dabei wussten die Künstler mit ihren mongolischen Kehlkopfgesang zu überzeugen und das Publikum in eine ganz andere musikalische Kultur zu entführen, begleitet von Pferdekopfgeige, Bassgeige und anderen westmongolischen Zupf- und Streichinstrumenten.

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