HARPSTEDT - Das Vorhaben ist ambitioniert – und erst recht der Zeitplan der Umsetzung: Am Pfingstsonntag, 23. Mai, soll der geplante Bibelgarten zum Thema „Christus“ rund um die Harpstedter Christuskirche und am Pfarrhaus feierlich eingeweiht werden; bereits Ende April sollen die groben Gartenarbeiten geschafft sein, um dann erläuternde Schilder zu ergänzen. Dabei ist noch wenig zu sehen vom Themengarten mit seinen geplanten acht Stationen. Viel bleibt zu tun, und dafür wird seit Donnerstag emsig angepackt: Die Baugruppe der ev.- luth. Kirchengemeinde und Helfer der „Rentnerband“ der Koems-Fördergemeinschaft buddelten im Vorgarten des Pfarrhauses Kanäle, sanierten die Mauer, fugten Fundamente. Auch in den nächsten Wochen wollen die Freiwilligen um den ehrenamtlichen Bauleiter und Ideengeber Klaus Corleis vom Kirchenvorstand zupacken – zusammen mit örtlichen Firmen sowie Architekt und Gartenplaner Hermann Dunkler-Gronwald, der das Konzept entwarf. Und auch andere Mitglieder und Gruppen der Gemeinde, darunter Konfirmanden, wollen einen Beitrag zur Gestaltung des Bibelgartens leisten. Ein „großes Gemeinschaftswerk“ sieht so Pastor Gunnar Schulz-Achelis, zuständig fürs theologische Grundkonzept.

Auch finanziell kann die Kirchengemeinde auf vielfältige Unterstützung bauen. Den Löwenanteil der Kosten von gut 44 300 Euro fürs Bibelgarten-Projekt trägt die Europäische Union: Aus dem „Leader plus“-Programm fließen hier 18 560 Euro. Das Vorhaben sei „europäisch ausgerichtet“, füge sich ins Wegenetz des Jakobspilgerwegs ein und setze auf breite Bürgerbeteiligung, begründete Norbert Hamann (Regionalmanager für die EU-Mittel) die Entscheidung. Mit 5000 Euro unterstützt der Flecken den Bibelgarten, von dem sich der stellvertretende Bürgermeister Horst Hackfeld ein „Bonbon in Harpstedt“ verspricht, das kulturell wie auch touristisch attraktiv wirke. Weitere 5000 Euro kommen von der Landeskirche, 2000 Euro vom Sprengel Osnabrück: Superintendent Dr. Jörn-Michael Schröder hob hier die Möglichkeit hervor, durch den Bibelgarten „Glaubensdinge auch körperlich mit allen Sinnen erfahrbar“ zu machen. Einen Scheck über 1000 Euro der OLB-Stiftung hatte Cornelia Wolter von der Harpstedter OLB-Filiale dabei; 2700 Euro stellt die EWE-Stiftung für die Anfertigung von Faltblättern und Broschüren zur Verfügung. Weitere mindestens 500 Euro sollen aus der Harpstedter Kirchen-Stiftung kommen. Und: Mit stolzen 4000 Euro ist der Geldwert der Eigenleistungen angesetzt, den die ehrenamtlichen Bauhelfer erbringen.

ist „Christus“: Besucher sollen an acht Stationen durchs Leben, Sterben und Auferstehen Jesu geführt werden. Wiederkehrendes Logo ist eine aufgeschlagene Bibel – so zum Start am Pfarrhaus in einer Steinmetzarbeit. „Grundidee ist, auf vielfältige Weise über Symbolgehalte die Bibel zu erschließen“, so Planer Hermann Dunkler-Gronwald. Gestaltet wird mit Pflanzen der Bibel und anderen passenden Pflanzen, ob mit wunderbaren Blüteneffekten oder Heilkräutern.

hat der Planer örtliche Gegebenheiten – so die Glocken am Turm als Teil der Station 8 (Pfingsten) Als Besonderheiten sollen „Ich bin“-Worte aus dem Johannesevangelium umgesetzt und Gesangbuchlieder eingebaut werden. „Es ist kein Bibelgarten von der Stange“, so Pastor Gunnar Schulz-Achelis. Ansatz des Planers ist vielmehr ein Bibelgarten als „Visitenkarte“.

Angebot“ des Bibelgartens will die Kirchengemeinde neue Türen zur Kirche öffnen sowie den Tourismus fördern. Denkbar sind Schulz- Achelis zufolge im stetig zugänglichen Bibelgarten auch vielfältige Führungen (wie Kinder-, Themenführung).

ist geplant für Pfingstsonntag mit Gottesdienst sowie Konzert mit Uraufführung eines Musikwerks zum Bibelgarten von Prof. Günter Berger.