HARPSTEDT - Mit tosendem Applaus feierten am Freitagabend die Eltern und die Kindergartenkinder sowie Ehemalige der heute zwei Waldkindergärten des BUND in Harpstedt das zehnjährige Bestehen der Einrichtung. Gekommen waren auch die Mitglieder des Sozialausschusses, der 1999, vorbereitend für den Beschluss durch den Samtgemeinderat, den Weg für den Waldkindergarten ebnete sowie Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes und Revierförster Ewald Guba.
Dr. Wulf Carius, der 1998 eine Hospitation im Waldkindergarten Bassum maßgeblich angeschoben und auch die Gespräche mit Revierförster Eberhard Guba in die Wege geleitet hatte, ließ die Geschichte des Kindergartens Revue passieren.
Von Bingolotto gefördert
Die parteiübergreifende Zustimmung, die Installation als Pilotprojekt des Landesjugendamtes (heute ist das Projekt ein Regelkindergarten, aus formellen Gründen mit zwei eigenständigen Kindergärten) und die Finanzierung der Erstausstattung durch Bingolotto seien die ersten Schritte gewesen, um den Waldkindergarten in Harpstedt zum Erfolg zu verhelfen, stellte Dr. Wulf Carius heraus.
Schon im Sommer 1999 erfolgte der Ausbau des ersten Waldwagens und der Toilette. Am 1. August kamen die ersten 15 Kinder, die mit zwei Erzieherinnen, Kindergarten in freier Natur und bei jedem Wetter erleben konnten.
2001 wurde die Nachmittagsgruppe eingerichtet. Im Sommer 2007 bestand eine lange Warteliste für die Vormittagsgruppe. Nach der Zustimmung durch Revierförster Guba stellte der BUND bei der Samtgemeinde und dem Landesjugendamt den Antrag für die Einrichtung des Waldkindergartens II.
Ehrenamtliche und engagierte Eltern richteten den zweiten Waldwagen ein. Im gleichen Zuge wurde die Nachmittagsgruppe aufgelöst und der zweite Kindergarten nahm seine Arbeit auf.
Stolz auf das Erreichte
„Ich finde es wirklich toll, dass es den Waldkindergarten hier in Harpstedt gibt“, betonte Revierförster Eberhard Guba, „und dass die Kinder hier im Wald und in der Natur aufwachsen.“
Dem schloss sich Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes: „Ich war sofort für die Einrichtung des Waldkindergartens und bin heute nach zehn Jahren stolz auf das Erreichte. Im Wald können die Kinder wesentlich mehr an Fein- und Gruppen-Motorik gewinnen. Schmecken, riechen, fühlen, sehen und erleben sind hier die Dinge, die das Leben im Kindergarten mitbestimmen.“
Neben dem Überreichen verschiedener Präsente, bedankte sich Dr. Wulf Carius besonders bei Berrie van den Wittenboer-Beier für die zehnjährige Arbeit im Waldkindergarten. Und auch die Eltern wissen die gute Arbeit der Erzieherinnen zu schätzen: Sie stifteten ein Seil und einen Gurt.
