HARPSTEDT - Sie tourte als Backgroundsängerin mit der Jule Neigel Band, war Support von Paul Young und Midge Ure, arbeitete mit Fury in the Slaughterhouse, Purple Schulz oder den Fantastischen Vier; und seit den 1990er Jahren ist Christina Lux als Solokünstlerin unterwegs und begeistert das Publikum mit ihrem akustischen Soulfolk und wandlungsfähiger Stimme. Am Mittwoch, 18. April, kommt die Sängerin und Gitarristin nach ihrem Auftritt von 2010 erneut nach Harpstedt: In der Reihe Gitarre total des Kunst- und Kulturvereins KuK gastiert die gebürtige Karlsruherin ab 20 Uhr im Alten Pfarrhaus (Einlass: 19.30 Uhr).
Wer hier wen umschmeichelt, die Gitarre die Stimme oder umgekehrt, ist schwer zu sagen. Diese Stimme, die so enorm kraftvoll sein kann und im nächsten Moment ganz zart, und das ungewöhnliche Gitarrenspiel der Autodidaktin verschmelzen zu einer höchst faszinierenden Einheit, macht KuK Appetit auf den Konzertabend mit der zartbesaiteten Musikerin, die ihre Gitarre mal zart und melancholisch, dann wieder vorantreibend und fordernd spielt. Irgendwo zwischen Folk, Soul und Jazzelementen bewegt sie sich. Aber nicht nur klanglich vermag die 46-Jährige bei Auftritten sowie auf ihrem aktuellen siebten Album Playground zu überzeugen: Mit Hingabe erzähle sie von den Betrachtungen ihrer Innen- und Außenwelt und berühre damit zutiefst, heißt es in einer Ankündigung. Ihre Texte seien umwerfend offen, niemals aber entzaubernd, sondern eher wie ein Spiegel, in dem man sich selbst entdecken kann, wenn man denn will. Lux Worte greifen auf, bewegen, rütteln sanft. Sie erzählt von gestrandeten Seelen, von Scheinheiligkeit, der ewigen Veränderung und der Kunst damit seinen Frieden zu machen.
Karten gibts im Vorverkauf für 10 Euro in Harpstedt im Kleinen Weinladen sowie in Wildeshausen bei bökers am Markt; außerdem an der Abendkasse für 12 Euro (KuK-Mitglieder zahlen 6 Euro).
