HARPSTEDT - Passender hätte der KUK-Konzertabend „Gitarre spezial“ im Hotel „Zur Wasserburg“ in Harpstedt kaum umschrieben werden können: Der aus Kanada stammende 37-jährige Gitarrenvirtuose Ryan Leblanc erwies sich als wahrer Künstler und Beherrscher des Saiteninstruments. Doch damit nicht genug, vollbringt er in seinen Bühnenauftritten das Kunststück, bis zu vier Instrument-arten gleichzeitig zu spielen. Mit innovativen Techniken knüpft er einen Klangteppich, der seinesgleichen sucht, in dem perkussive und alternative Musikstile vereint erklingen, wie Leblancs Technik offiziell umschrieben wird.
Zur zweistimmig gezupften Gitarre versteht es Ryan Leblanc in Perfektion, den Klangkorpus der Gitarre als Schlaginstrument mit zu benutzen und dazu auch Mundharmonika zu spielen. Nur auf eines müssen die Zuhörer verzichten: „Mein Gesang ist fürchterlich“, so Leblanc im Gespräch von sich selber. Als 17-Jähriger habe er die Gitarre für sich entdeckt. Heute gilt er als Meister auf dem Instrument und wird bei seinen Auftritten in Kanada mit stehenden Ovationen gefeiert.
Der Auftritt in Harpstedt war der erste in Deutschland überhaupt. Susanne Weber von „Artistainment“ in Harpstedt war mit Leblanc im Vorjahr auf einem Festival in Frankreich ins Gespräch gekommen. Hintergrund: Am Freitag gibt der Gitarrenmeister in Osnabrück ein Konzert, schnell war der Kontrakt perfekt, in Harpstedt einen vorausgehenden Konzertabend zu geben. Insgesamt vier Konzerte bestreitet Leblanc vorerst in deutschen Landen.
Für die etwa 30 Zuhörer war es ein wahrer akustischer Genuss, den progressiven Multi-Instrumentalisten live zu erleben. Neben Gitarre spielt er auch Djembe, Cajon, Mundharmonika und Banjo. Sein erstes Album „Down Deep“ wurden 2004 veröffentlicht. Das zweite Albumwerk „Against the Grain“ erhielt 2007 die Nominierung beim kanadischen „East Coast Music Award“ als „Instrument of the year". Aus der Country-Music kommend, vereint Leblanc heute Elemente von Jazz über Blues bis zu Weltmusik.
