Harpstedt - „Wir haben ein Programm mit den Hits unserer Zeit, unserer 40 Jahre, nach Neugründung der Prager im Jahre 1977 eingeprobt“, sagte Steffen Akkermann. Der Dirigent des Blasorchesters Harpstedter Prager hat am Samstagabend das Sommerkonzert 2017 auf dem Koemsgelände in Harpstedt vor zahlreichen Musikfreunden jeder Altersstufe vorgestellt.

Dabei machte er vom 40-jährigen Bestehen kein Aufhebens. Die Musik sollte an diesem Abend einfach im Mittelpunkt stehen und bei gutem Wetter zum Mitswingen und zur Freude an bekannten Melodien einladen. Zu den einzelnen ausgewählten Stücken hatte der Dirigent dann aber doch die passende Moderation auf Lager. „Wir fangen gleich mit diesem Programm an“, sagte Akkermann, hob den Taktstock und schon begann der Freiluftkonzertabend.

Akkermann hatte 1977 die Idee, ein Samtgemeindevolksfest auf die Beine zu stellen. Käthe Finke, Ehefrau des damaligen Samtgemeindebürgermeisters Werner Finke, riet dazu, das mit einer Aktion Sorgenkind zu verbinden. Das war die Geburtsstunde der neuen „Harpstedter Prager“.

Damit erwachten die „Harpstedter Prager“ zu neuem Leben. Eine gute Idee. Acht von den damaligen neuen Pragern leben noch. „Nach dem Aufritt beim Volksfest war für uns klar: Die Prager werden nicht noch einmal in der Versenkung verschwinden“, erklärte Akkermann.

Ein Beweis für diese Willensbekundung war das Konzert auf dem Koemsgelände. Den Auftakt bildete das 1977 erfolgreiche Lied von Reinhard May „Über den Wolken“. Akkermann: „Von dem sagen Musikwissenschaftler, das sei ein typisches Volkslied der Deutschen.“

Mit „Over the Rainbow“ machten die Prager an diesem Abend in ihrem Programm weiter. „Nach unserer Neugründung wurde der Song aus dem Musicalfilm ,Der Zauber von Oz’ von vielen Jazz- und Popinterpreten gespielt. Ein Stück von Träumen und mehr. Dass die Prager eine so lange Zeit, nämlich 40 Jahre, durchhalten werden, davon haben wir wohl damals nicht geträumt“, so der Dirigent. Weiter ging es in der Zeitreise durch 40 Jahre Musikgeschichte, aber auch durch die Historie der Prager mit Leonard Cohens „Halleluja“ oder Riccardo Foglis „Storie die tutti i giorni“.

Am 17. September sind die Prager erneut in der Christuskirche in Harpstedt zu hören. Zum zehnjährigen Bestehen des Hospizvereins in Harpstedt wird zusammen mit dem Gemischten Chor der musikalische Part der Feierstunde übernommen.